Immanuel Klinikum Rüdersdorf
: Feuerwehr-Einsatz am Krankenhaus – was war da los?

Rauch, Hilferufe und viel Blaulicht prägten das Bild am Krankenhaus Rüdersdorf. Ein Brand oder anderer Notfall? Was wirklich passiert ist.
Von
Dennis Lloyd Brätsch
Rüdersdorf
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Einsatz am Krankenhaus Rüdersdorf: Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren Rüdersdorf und Woltersdorf probten den Ernstfall.

Einsatz am Immanuel Klinikum: Vor Ort waren Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren Rüdersdorf und Woltersdorf.

Dennis Lloyd Brätsch
  • Feuerwehrübung am Immanuel Klinikum Rüdersdorf: Simulierter Kellerbrand mit Rettungseinsätzen.
  • Einsatzkräfte übten unter realistischen Bedingungen, da das Gebäude abgerissen wird.
  • Szenarien: Rettung mit Drehleiter, Vermisstensuche, Lösch- und Belüftungstechniken.
  • Fognails und gewaltsames Öffnen von Türen/Fenstern wurden erfolgreich getestet.
  • Gebäude wird künftig einem Mitarbeiterparkplatz weichen, Klinik unterstützte Übung.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Dichter schwarzer Rauch, Hilferufe und Blaulicht am Klinikgelände: Wer am Montagabend (15. September) am Immanuel Klinikum Rüdersdorf vorbeikam, konnte leicht den Eindruck bekommen, dass ein echter Brand ausgebrochen war. Doch der große Einsatz war eine umfangreiche Übung der Freiwilligen Feuerwehren Rüdersdorf und Woltersdorf.

Simuliert wurde ein Kellerbrand in einem leerstehenden Gebäude am Rande des Klinikgeländes. Das Szenario hatte es in sich: Eine Person war durch Rauch im Treppenhaus vom Fluchtweg abgeschnitten und musste mit einer Drehleiter aus den oberen Etagen gerettet werden. Eine weitere Person galt zunächst als vermisst.

Feuerwehrkräfte unter schwerem Atemschutz durchsuchten systematisch die Räume und konnten die Vermisste – in diesem Fall ein Dummy – nach wenigen Minuten im Obergeschoss auffinden und in Sicherheit bringen.

Warum die Übung so wichtig für die Einsatzkräfte ist

Für Gruppenführerin Lisa Heinold war die Übung von großer Bedeutung: „Kellerbrände mit verrauchten Treppenhäusern gehören zu den realistischsten Einsatzbildern, die wir erleben können.“ Tatsächlich habe es in den vergangenen Jahren mehrere vergleichbare Brände in Fürstenwalde und Berlin-Hellersdorf gegeben. Gleichzeitig nehme die Zahl realer Brandereignisse im Alltag ab – die meisten Einsätze seien heutzutage durch ausgelöste Brandmelder bedingt, ohne dass es tatsächlich brennt.

  • Aus dem Keller des Gebäudes drang dichter schwarzer Rauch.

    Aus dem Keller des Gebäudes drang dichter schwarzer Rauch.

    Dennis Lloyd Brätsch
  • Mit einer Drehleiter musste eine Person aus dem Obergeschoss gerettet werden.

    Mit einer Drehleiter musste eine Person aus dem Obergeschoss gerettet werden.

    Dennis Lloyd Brätsch
  • Mit einer Drehleiter wurde die Rettung einer Person aus dem Obergeschoss geübt.

    Mit einer Drehleiter wurde die Rettung einer Person aus dem Obergeschoss geübt.

    Dennis Lloyd Brätsch
  • Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Rüdersdorf durchsuchten das Obergeschoss nach einer vermissten Person.

    Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Rüdersdorf durchsuchten das Obergeschoss nach einer vermissten Person.

    Kim-Michelle Friedrich
  • Ein Angriffstrupp der Freiwilligen Feuerwehr Woltersdorf im Keller des Gebäudes. Sie sollen den fiktiven Brand löschen. Um ihre Sicht einzuschränken – wie es bei Bränden durch den Rauch geschieht – wurden die Atemschutzmasken abgeklebt.

    Ein Angriffstrupp der Freiwilligen Feuerwehr Woltersdorf im Keller des Gebäudes. Sie sollen den fiktiven Brand löschen. Um ihre Sicht einzuschränken – wie es bei Bränden durch den Rauch geschieht – wurden die Atemschutzmasken abgeklebt.

    Dennis Lloyd Brätsch
  • Die Einsatzkräfte konnten in dem Gebäude unter realen Bedingungen mit Wasser üben.

    Die Einsatzkräfte konnten in dem Gebäude unter realen Bedingungen mit Wasser üben.

    Dennis Lloyd Brätsch
  • Der Brand wird gelöscht.

    Der Brand wird gelöscht.

    Dennis Lloyd Brätsch
  • Auch das öffnen von Türen und Fenstern wurde an dem Haus geprobt.

    Auch das öffnen von Türen und Fenstern wurde an dem Haus geprobt.

    Kim-Michelle Friedrich
  • Die Einsatzkräfte übten auch das Belüften von verrauchten Räumten, durch den Einsatz des Strahlrohrs. Dabei soll der Wasserstrahl einen Unterdruck erzeugen, der den Rauch nach außen drückt.

    Die Einsatzkräfte übten auch das Belüften von verrauchten Räumten, durch den Einsatz des Strahlrohrs. Dabei soll der Wasserstrahl einen Unterdruck erzeugen, der den Rauch nach außen drückt.

    Dennis Lloyd Brätsch
  • Trotz des nötigen Ernstes der Übung kam der Spaß nicht zu kurz.

    Trotz des nötigen Ernstes der Übung kam der Spaß nicht zu kurz.

    Kim-Michelle Friedrich
  • Mehrere Einsatzfahrzeuge rückten für die Übung zum Immanuel Klinikum Rüdersdorf aus.

    Mehrere Einsatzfahrzeuge rückten für die Übung zum Immanuel Klinikum Rüdersdorf aus.

    Kim-Michelle Friedrich
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Eine Besonderheit dieser Übung: Da das Gebäude ohnehin abgerissen werden soll, konnten die Einsatzkräfte unter realistischen Bedingungen mit Wasser im Inneren löschen. Normalerweise bleibt dies bei Übungen aus – zu groß wäre der Wasserschaden.

So nutzten die Kameraden die Gelegenheit auch, um Fognails zu erproben: spezielle Löschlanzen, die durch Wände oder Dächer geschlagen werden und im Inneren einen feinen Wassernebel verteilen. Auch das gewaltsame Öffnen von Türen und Fenstern wurde geübt.

Immanuel Klinikum Rüdersdorf: Gebäude soll Mitarbeiterparkplatz weichen

Das derzeit ungenutzte Gebäude wird künftig einem Mitarbeiterparkplatz weichen, wie das Klinikum bestätigte. Bevor die Abrissbagger anrücken, bot es den Feuerwehren noch einmal die Möglichkeit, wertvolle Erfahrungen für den Ernstfall zu sammeln – Erfahrungen, die im entscheidenden Moment Leben retten können.

Am Ende der Übung sprachen die Ausbilder sowie Ortswehrführer Manuel Przybylski von der Freiwilligen Feuerwehr Rüdersdorf ihren Dank an das Immanuel Klinikum und die Firma Opitz, die den Abriss übernimmt, aus. „Solche Gelegenheiten, in realen Objekten zu üben, die den Einsatzkräften zuvor unbekannt sind, ergeben sich nur selten – und sind für die Vorbereitung auf echte Notfälle umso wertvoller.“