Känguru bei Strausberg vermisst: Skippy ist abgehauen und hatte offenbar einen Grund

Wird vermisst: Känguru Skippy (rechts). Das Bild zeigt das junge Tier mit seiner Mama Kimba auf Leo's Farm in Petershagen.
Florian Dietrich/Leo's Farm- In Fredersdorf-Vogelsdorf wird seit Freitagmorgen ein Känguru namens Skippy vermisst.
- Passanten sahen es an der Karl-Liebknecht-Straße am Krummen See – ein Foto wurde geteilt.
- Skippy gehört zu Leo's Farm in Petershagen, die seit dem Morgen nach ihm sucht.
- Vermutung des Halters: Abnabelung und Partnersuche, mögliches Entkommen mit Hilfe eines Schweins.
- Hinweise an Florian Dietrich unter 0151 41468915, Skippy ist scheu, aber nicht aggressiv.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
In Fredersdorf-Vogelsdorf ist am Freitagmorgen, 16. Oktober, eine wichtige Frage diskutiert worden: Wer vermisst sein Känguru? Die etwas seltsam anmutende Frage ist inzwischen beantwortet, das Beuteltier aber weiterhin verschwunden. Seine Besitzer bitten um Unterstützung bei der Suche.
Passanten hatten das Känguru am Vormittag in Vogelsdorf an der Karl-Liebknecht-Straße am Krummen See in Richtung eines Feldes laufen sehen, ein Foto geschossen und sich in der Facebook-Gruppe „Fredersdorf-Vogelsdorf und Umgebung“ erkundigt, wem das Tier wohl gehöre.
Die Frage war schnell beantwortet. Das Känguru gehört zu Leo’s Farm in Petershagen, wie Florian Dietrich vom Verein, der den gemeinnützigen Hof betreibt, am Nachmittag auf Nachfrage unserer Redaktion bestätigte.
Warum ist Skippy abgehauen?
Laut Dietrich wurde das Verschwinden des Kängurus, das den Namen Skippy trägt, am Freitagmorgen festgestellt. Seitdem sei man auf der Suche nach dem Tier. Dass Skippy am Krummen See gesehen wurde, überrascht Dietrich nicht. „Auf dem Feld in der Nähe findet er alles, was er benötigt. Außerdem gibt es eine Wasserquelle.“ Skippy gehöre zu einer Art, die in hiesigen Gefilden gut zurechtkomme und deswegen auch in Deutschland gehalten werden dürfe.
Dietrich hat auch eine Idee, warum Skippy, der vor anderthalb Jahren auf Leo’s Farm von Känguru-Mutter Kimba zur Welt gebracht wurde, abgehauen ist. „In dem Alter nabeln sich Tiere von ihren Eltern ab und machen sich auf die Suche nach Geschlechtspartnern. Die haben wir auf unserem Hof allerdings nicht.“
Hat ein Schwein dem Känguru bei der Flucht geholfen?
Das Gehege von Skippy sei eigentlich ausreichend gesichert gewesen. Dietrich vermutet deshalb, dass ihm ein Schwein aus dem Nachbargehege geholfen hat. Man kann das glauben oder nicht.
Passanten hatten am Vormittag auch die Polizei über die Sichtung des Kängurus informiert. „Trotz einer umfangreichen Suche konnte das Tier nicht entdeckt werden. Die Kolleginnen und Kollegen halten weiter die Augen offen“, teilte die Pressestelle der Polizeidirektion Ost in Frankfurt (Oder) am Nachmittag mit.
Leo’s Farm bittet um Unterstützung
Skippys Eigentümer halten ebenfalls weiter nach dem Tier Ausschau. Wer das Känguru sieht, wird gebeten, Florian Dietrich unter 0151 41468915 zu informieren. Hilfreich seien auch Fotos mit den Standortdaten.
Fürchten müsse man sich nicht, wenn man dem Känguru begegnet, sagt Dietrich: „Skippy ist nicht aggressiv, lässt sich aber auch nicht streicheln. Er verhält sich eher wie ein Reh und wird sich aus dem Staub machen, wenn ihm jemand nahe kommt.“
Was ist Leo’s Farm?
Leo’s Farm ist ein gemeinnütziger Lebenshof in Petershagen-Eggersdorf. Betrieben wird er von einem Verein.
Dort leben über 60 Tiere, darunter Esel, Kängurus, ein Hund, Schafe, Enten, Gänse, Nandus, Schweine und Hühner, die alle frei herumlaufen.
Zudem betreibt der Verein regenerative Landwirtschaft, bei der alle gängigen Gemüse- und Obstsorten angebaut werden.
Interessierte können den Hof montags bis mittwochs jeweils von 16 bis 19 Uhr sowie sonntags von 11 bis 16 Uhr in der Friedhofstraße 96 in Petershagen besuchen. (til)
