Karate: Moritz erhält den Fairness-Preis

Überwiegend glückliche Gesichter: Strausberger Karate-Kämpfer
Antje GustDie Strausberger Ashihara Karateschule reiste mit zwölf Kämpfern und Kämpferinnen an und das Dojo in Braunsbedra, Sachsen-Anhalt, mit sechs. Sie starteten in elf von insgesamt 37 Alters- und Gewichtsklassen und erreichten zehnmal den 1., 2. oder 3. Platz.
Der sechsjährige Louis Krietsch aus Strausberg hat einen silbernen Pokal gewonnen. Seine zwei Kämpfe waren spannend, gingen jeweils über drei Runden. Jede Runde dauerte zwei Minuten. Klare Treffer haben die Nachwuchskämpfer nicht erzielt. Deshalb kam es immer zum Pflichtentscheid der Kampfrichter. Louis Krietsch gewann den ersten Kampf.
Die achtjährige Lisa Winter aus Strausberg und die neunjährige Hannah-Lena Ulrich hatten Lospech. Sie trafen gleich im ersten Kampf aufeinander. Sie wären lieber gegen Mädchen aus anderen Kampfsport-Stilen oder aus anderen Ländern angetreten. Am Ende gewann aber beide einen Pokal: Lisa Winter einen aus Silber, Hannah-Lena Ulrich den aus Bronze.
Nach einem Kampf Bronze
Franziska Buggisch, auch die Elfjährige kommt aus Strausberg, hatte Glück. Sie trat nur einmal zum Kampf an. Das reichte für den 3. Platz in ihrer Altersklasse. Es gab nur wenige Starterinnen. Der zwölfjährige Moritz Reppien gewann einen zweiten Platz. Er hatte in seinem ersten Turnierkampf gegen einen schwedischen Starter durch einen wirkungsvollen Halbkreistritt zum Kopfschutz gewonnen. Sein zweiter Kampf wurde zunächst abgesetzt, da sein Gegner nicht rechtzeitig antrat. Nach späterem Einspruch des gegnerischen Trainers und Einwilligung von Moritz Reppin wurde der Kampf nachgeholt. Der Strausberger verlor zwar, dennoch reichte es für ihn zu Turnierplatz zwei. Vom Kampfrichter-Team erhielt Moritz Reppin anschließend als Dank für sein Verhalten den Fairness-Preis.
Niclas Schoknecht (zwölf Jahre) erreichte den 1. Platz in seiner Klasse mit nur einem gewonnenen Kampf. Auch seine zwei Wirkungstreffer gelangen ihm mit dem Fuß zum Kopfschutz seines Kampfpartners. Zum zweiten Kampf trat der Gegner nicht mehr an. Damit konnte sich Niclas Schoknecht über Gold freuen.
Einen guten dritten Platz erkämpfte sich der zwölfjährige Odin Masanz in der Klasse Jungs bis 50 kg. Er gewann im ersten Kampf durch zwei Wirkungstreffer zum Kopfschutz des Gegners. Im folgenden Vergleich konnte er nicht gewinnen.
Furioser Auftakt
Mit einem schnellen Knietritt ging der Gegner knock-out. Julius Kreutziger (14) gewann nach wenigen Sekunden sein erstes Match. Sein zweiter Kampf hingegen zog sich durch zahlreiche Unterbrechungen in die Länge. Die Kampfrichter stimmten beim Pflichtentscheid zwar gegen den Strausberger. Er gewann damit Platz 2 und Silber.
Erik Marquardt und Jannes Kreutziger, beide sind 16 Jahre alt, starteten in der gleichen Alters- und Gewichtsklasse, mussten aber nicht gegeneinander antreten. Beide Strausberger Kämpfer gewannen nur ihren ersten Kampf. So erhielt jeder einen bronzenen Pokal.
Die anderen Karate-Kinder brachten zwar keine Pokale nach Hause, haben aber dennoch nicht verloren. Der Präsident der IFK-D, Alexander Hertzfeldt, sagte vor der Meisterschaft: „Gewonnen hat jetzt schon jeder, der hier angetreten ist.“ Das sieht das Strausberger Trainer-Team auch so. An Erfahrungen gewonnen haben alle. Das gilt für Marie Graßmann (8), Finley Matthey (9), Philip Schlüter (10), Till Kratky (10), Julien Pitschke (11), Len-Danilo Boock (13) und Timo Gerhardt (15).
Zu groß für sein Alter
Lukas Winter (11) konnte nicht kämpfen. Für ihn gab es nur einen Kampf außerhalb der Wertung. Er ist zu groß für sein Alter und passte daher bei dieser Meisterschaft in keine der 37 Gewichts- und Altersklassen. Die Kämpfer vom Ashihara Karate Germany wurden begleitet und unterstützt vom Bundestrainer Peter Liebecke und den Trainern Erik Schmelzer, Markus Boock, Stefan Graßmann sowie Christian Ulrich.