Kindergarten
: Nachdenken über Container

In den beiden vom DRK betriebenen Kitas von Oberbarnim gibt es Sorgen. Klosterdorf ist an der Kapazitätsgrenze.
Von
Thomas Berger
Oberbarnim
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Alles neu: Eva Maria Schaffarzik hilft ihrer Mutter, der Erzieherin Kerstin Schaffarzik (hier mit der zweijährigen Elisabeth auf dem Arm), in der neuen Küche. Die ist gerade seit Dienstag in der Klosterdorfer Kita „Die kleinen Teichfrösche“ eingebaut worden.

Gerd Markert

In der jüngsten Gemeindevertretersitzung diese Woche stand das Thema auf der Tagesordnung: Einmal jährlich lassen sich die Kommunalvertreter von den Leitungen der beiden vom DRK–Kreisverband betriebenen, im Objekt aber weiter in Händen der Gemeinde befindlichen Einrichtungen einen Bericht zur aktuellen Lage geben. Diesmal fehlte es dabei nicht an klaren Worten der Besorgnis und Kritik.

Derzeit 35 Kinder sind es in Bollersdorf, erklärte die dortige Leiterin Jana Muth. Elf im Krippenalter, 24 im Kindergartenbereich. Bei 37 Plätzen ist die Kita also nahezu voll. Äußerst knapp sieht es beim Personal aus: Fünf Erzieherinnen, davon eine noch in Ausbildung und damit zwei Tage die Woche nicht vor Ort verfügbar, machen das Kernteam aus. Hinzu kommen eine schon seit Oktober erkrankte Helferin im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) und eine Küchenkraft. Von einer Kollegin, die gerade drei Wochen zur Kur war, hoffe man, dass diese jetzt wieder einsteige. Derzeit suche man wenigstens noch nach einer zusätzlichen Erzieherin, voll ausgebildet, was aber schwierig sei.

Zudem gibt es bauliche Mängel. Ein Riss im Krippenraum ist seit Dezember 2017 als Prob–lem aktenkundig, aber noch immer nicht behoben und wachse weiter. Die Auskunft sei, dass das Amt keine Firma finde, um den Auftrag zu vergeben. Jana Muth kritisierte aber auch die Amtsverwaltung hinsichtlich schlechter Kommunikation. Der anwesende Fachbereichsleiter Joachim Kock–Fuchs sagte zu, für die Kitas eine Liste mit den gängigen Ansprechpartnern in den beiden zuständigen Bereichen erstellen zu wollen. Und Bürgermeister Lothar Arndt erinnerte daran, dass sowohl die Rissbeseitigung als auch die Toiletten für dieses Jahr als Baumaßnahmen im Haushalt eingestellt seien. Von generellen baulichen Widrigkeiten in dem Altbau habe man sich kürzlich noch einmal bei einer Begehung ein Bild machen können.

In Klosterdorf ist die Kita vor zehn Jahren an den neuen Standort umgezogen,  blickte die stellvertretende Leiterin Birgit Jahn zurück. Vor Weihnachten habe das Team in Eigenleistung die Räume gemalert, gerade diese Woche wird die neue Küche eingebaut. Auch sie verwies auf Kommunikationsdefizite mit dem Amt. Sechs Erzieher plus Leiterin, zwei Azubis sowie eine Rentnerin und eine pädagogische Hilfskraft kümmern sich um derzeit 20 Krippen– und 40 Kindergartenkinder. Neun Mädchen und Jungen gehen ab Sommer in die Schule, doch schon jetzt gebe es 20 Namen auf der Warteliste, kämen beinahe wöchentlich weitere Anmeldungen dazu. „2020 fehlen uns absehbar mindestens 17 Plätze“, formulierte sie die Herausforderung, über eine ergänzende Containerlösung oder Raumnutzung im Gemeinde–zentrum nachzudenken.