Klimaschutz: Strausberger Team bei Großdemo in Berlin

Engagiert: Selma Levenhagen (18) aus Neuenhagen und Nela Adam (17) aus Hohenstein waren mit fünf anderen Zwölftklässlern zur Großedemo „Fridays for Future“ in Berlin dabei.
Thomas Berger„Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr unsre Zukunft klaut“, habe einer der zentralen Slogans gelautet, berichtet Nele Adam. Die 17-Jährige aus Hohenstein hatte die Initiative für die Demo-Teilnahme ergriffen, mehrere Mitschüler zum Mitmachen überzeugt. „Ob in Geografie, Englisch oder anderen Fächern – wir haben ja auch mehrfach im Unterricht über das Thema gesprochen“, fügt Selma Levenhagen (18/Neuenhagen) hinzu, die ebenfalls dabei war.
Beide sind noch ganz angetan von diesem prägenden Erlebnis, obwohl es gerade für Nele durchaus nicht die erste Demo war. Doch gerade die Tatsache, dass es so viele junge Leute waren, „darunter auch etliche Grundschüler und teils komplette Klassen mit ihren Lehrern“, wie Selma ergänzt, sei eben etwas Besonderes. Ein Signal, eine Mahnung, denn in der Tat gehe es um die Zukunftsfrage einer ganzen Generation: „Ich habe tatsächlich das Gefühl, dass wir da etwas bewirkt haben“, gibt sich Nele unter dem Nicken Selmas zuversichtlich. „Das war einfach eine große Energie.“
Was generell eigentlich Schulstreik ist und teilweise sogar von Direktoren als solcher sanktioniert wird, war im Fall der Strausberger Bundtstift-Gruppe von den Lehrern gedeckt. „Wir haben das Anliegen bei uns präsentiert“, erzählt Nele. Nicht nur Tutorin Franziska Hauser, sondern auch die anderen Lehrer habe das überzeugt, so dass es eine offizielle Freistellung gab. Da sie gerade in den unmittelbaren Abiturvorbereitungen stecken, wird es mit weiteren Demo-Teilnahmen in nächster Zeit eher schwierig, räumt Nele ein.
Dennoch werden die beiden zumindest interessiert verfolgen, wie es weitergeht. Und unmittelbar vor den Winterferien haben sie und die anderen am Freitag auch noch mal vor dem Rest ihrer Klasse in Wort und Bild von der machtvollen Aktion in Berlin Bericht erstattet. (bg)