Konstituierende Sitzung
: Doppeldörfler haben sich konstituiert

Burkhard Herzog (Freien Wähler) setzt sich bei Wahl um den Vorsitz in Petershagen-Eggersdorf gegen Andreas Lüders (PEBB) durch.
Von
Irina Voigt
Petershagen-Eggersdorf
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Sie bestimmt, was läuft: Die neu gewählte Gemeindevertretung von Petershagen-Eggersdorf, in der Mitte Bürgermeister Marco Rutter, hat sich konstituiert.

Irina Voigt

Mit einer netten Geste begrüßte Bürgermeister Marco Rutter die 15 neu gewählten und zehn gestandenen Gemeindevertreter, mit denen er in den nächsten Jahren die Kommunalpolitik im Doppeldorf gestalten wird, zu ihrer konstituierenden Sitzung. Er gab mit den Worten „damit wir immer alle einen kühlen Kopf bewahren“ eine Saalrunde Eis aus.

Als ältester Gemeindevertreter übernahm Günter Seyda die Sitzungsleitung. „Wir sind hier angetreten, um für das Wohl der Petershagener und Eggersdorfer zu wirken“, sagte er, und dass es unerheblich sein sollte, welcher Partei oder Bürgerschaft man angehöre, es sollte immer um die konkrete Sache gehen und nicht um die Person.

Start mit Debatte

Mit dem Einstieg in die Tagesordnung gab es dann gleich die erste Debatte über die zu beschließende Geschäftsordnung. Anna Dethlefsen von der Gemeindeverwaltung hatte eine überarbeitete Geschäftsordnung vorgelegt, die vor allem die Grundsätze der Gleichberechtigung und Veränderungen im Sitzungsturnus der Gremien beinhaltete.

Das stieß Ronny Kelm von der SPD auf. Man habe nicht darüber diskutiert und könne ohne Debatte nicht darüber beschließen, sagte er. Auf seinen Antrag hin wurde die neue Geschäftsordnung zurückgestellt und die alte noch einmal bestätigt. Dann konnte das Wahlgeschehen beginnen.

Vorgeschlagen als Vorsitzende für die Gemeindevertretung wurden Andreas Lüders von der Wählergemeinschaft PEBB und Burkhard Herzog von den Freien Wählern. Der erste Wahlgang ergab 13 Stimmen für Herzog, zwölf für Lüders. Die absolute Mehrheit war verfehlt, weil ein Gemeindevertreter keine Stimme abgegeben hatte. Nach dem zweiten Wahlgang, der mit dem gleichen Ergebnis endete, wobei aber die einfache Mehrheit reichte, nahm Burkhard Herzog den Platz im Präsidium ein. Seine erste Amtshandlung war die Benennung der Fraktionen. Zur Fraktion „Verantwortung“ haben sich demnach sieben Gemeindevertreter vom Team Petershagen-Eggersdorf, den Freien Wählern und dem Bündnis 90/Grüne unter dem Vorsitz von Tobias Rohrberg zusammengeschlossen.

Sieben sind der Hauptausschuss

Eine gleichstarke Fraktion ist aus dem Zusammenschluss von PEBB, der Wählergemeinschaft „Wir“ und der FDP unter dem Vorsitz von Andreas Lüders entstanden. Die vier Gemeindevertreter zählende Fraktion der Linken wird von Thomas Kraatz geleitet und je drei Mitglieder zählen die CDU-Fraktion unter Leitung von Wolfgang Marx und die der SPD unterm Vorsitz von Ronny Kelm. Mike Pravida (AfD) bleibt fraktionslos.

Im weiteren Verlauf der Sitzung einigte man sich auf sieben Mitglieder für den Hauptausschuss und fünf für die Fachausschüsse.

Im Durchschnitt50 Jahre alt

28 Mitglieder hätte aufgrund der Gemeindegröße die Vertretung umfassen sollen. Mangels Kandidaten bleiben drei AfD-Mandate unbesetzt. Der neuen Gemeindevertretung gehören sieben Frauen an. In der zurückliegenden Wahlperiode waren es fünf. Viele junge Leute sind gewählt worden, so dass das Durchschnittsalter nun bei 50 Jahren liegt, vorher waren es 59 Jahre.⇥Iv