Nach zunächst spärlichem Beginn ist die erste Fridays-for-Future-Aktion Strausbergs am Freitagmittag vorm Landsberger Tor noch eine recht eindrucksvolle Manifestation junger Klimaaktivisten, erwachsener Sympathisanten und interessierter Bürger geworden.
Nach kur­zer Anmoderation von Famke und Pauline aus Berlin rappen die Straus­berger PC Toys über die grüne Stadt am See. Sie skandieren auch die Losung des Tages: "Wir sind hier und wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut!" Das Anliegen der jungen Leute bringen Sonja Rudolph und Florian Wolf selbstkritisch auf die Bühne: "Wir müssen nicht so oft duschen und baden und sorglos mit dem Wasser umgehen, dann könnte es vielleicht auch dem Straussee besser gehen", heißt es da. Bürgermeisterin Elke Stadeler kann das nicht mitbekommen, sie steht am Polizeiauto und unterhält sich intensiv mit den Beamten, der Kundgebung den Rücken zugewandt, bis sie schließlich ganz geht. Der Grünen-Landtagskandidat René Trocha hingegen steht unter den jungen Leuten und sagt: "Das ist so wichtig, was die hier machen." Das findet auch der Lehrausbilder Axel Bongert, der mit zehn Kochazubis des Oberstufenzentrums zum Landsberger Tor kommt: "Meine Jungs interessierte das, da haben wir bis 12 Uhr durchgezogen, um hier sein zu können." Beifall spenden auch Frank Weber und Frederick Kunze von der BI für den Erhalt des Straussees und zahlreiche Linken-Politiker.