Leichtathletik
: Bestenlistentaugliche Strecke lockt Asse an

Triathleten des SC Neubrandenburg haben die fünfte Auflage des Störitzseelaufes dominiert.
Von
Hagen Bernard
Grünheide/Störitz
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Zieleinlauf über fünf Kilometer: Tim Bautz (M30/Hamburg) sowie die Schnellsten aus der Region Luisa Kisan (U18/KSC Strausberg) und Liddi Klebon (U14/WSG Königs Wusterhausen)

Harri Schlegel

Eine Ausnahme hinsichtlich des Gesamteinlaufes machte Carolin Mattern vom OSC Berlin, die den Zehn–Kilometer–Wettbewerb nach 35:39 Minuten gewann. Kein Wunder — gehört sie auf den längeren Bahnwettbewerben zur erweiterten deutschen Spitze. „Mein Mann Thomas Gogolin sagte, angesichts meiner guten Form soll ich nicht mit einer Zeit nach Hause kommen, wenn keine 35 vorn steht. Das ist mir auch gelungen. Ich musste zwar allein laufen, doch als ich zur Hälfte nach 17:45 Minuten durchlief, wusste ich, jetzt muss ich das nur noch halten.“ Saisonziel für die 36–Jährige sind die Deutschen Meisterschaften im 5000–Meter–Lauf im August im Berliner Olympiastadion. "Zwar ist die Norm noch einmal auf 17:10 Minuten verschärft worden, doch auch das sollte ich schaffen. Ich muss daran fest glauben.“

Einmal in die Fußstapfen von Mattern treten will sicherlich Luisa Kisan vom KSC Strausberg. Zweimal war sie schon Landesmeisterin im Crosslauf, im 800–Meter–Lauf und zuletzt über 2000 Meter holte sie in den vergangenen Jahren bei Landestitelkämpfen im Freien und in der Halle regelmäßig Medaillen. Nachdem der 16–Jährigen das mehr sprung– und schnelligkeitsorientierte Training bei Gaselan Fürstenwalde nicht so behagte, ist die Grünheiderin zu Jahresbeginn zu ihrem alten Verein KSC Strausberg zurückgekehrt. „Ich trainiere sechsmal in der Woche und habe auch gute Trainingspartner“, erklärt sie. So belegte sie beim 5. Störitzseelauf über fünf Kilometer in 21:25 Minuten hinter vier Athletinnen vom SC Neubrandenburg den fünften Gesamtrang. Immerhin konnte sie sich mit dem Sieg in ihrer Altersklasse U 18 trösten. Nur eine Sekunde hinter ihr lief Liddi Klebon von WSG Königs Wusterhausen ein. Auch die 13–Jährige ist bei den Landestitelkämpfen auf den längeren Bahnwettbewerben regelmäßig auf den Medaillenrängen zu finden, den Oder–Spree–Cup hat sie in den zurückliegenden drei Jahren gewonnen. Ebenfalls gut hielt sich die gleichaltrige Eisenhüttenstädterin Marie–Luise Ledwig in 22:52 Minuten. Während Klebon und Ledwig auch in dieser Saison den Oder–Spree–Cup im Fokus haben, will sich Kisan eher auf die längeren Bahnwettbewerbe konzentrieren, sich auch über die Hindernisse versuchen.

Einmal mehr die Altersklasse in einem Oder–Spree–Cup Lauf gewann die Frankfurterin Sigrid Krüger (W65/30:00). „Ich weiß schon nicht mehr, wo ich zu Hause die Pokale hinstellen soll, doch wichtig ist mir, dass ich mich bewege. Auch beim Brandenburg–Cup und Niederlausitz–Cup laufe ich mit.“ Seit Ende der 1970–er–Jahre bestreitet die Frankfurterin vom MSV Tripoint Ranglistenläufe. „Früher habe ich Wettbewerbe im Sprint und Weitsprung bestritten, doch nie als Leistungssport. Nun will ich vor allem fit bleiben.“

Den Zehn–Kilometer–Wettbewerb der Männer gewann der 18–jährige Lukas Preußer in 32:49 Minuten vor drei weiteren Klub–Gefährten. Christian Kiele vom MSV Tripoint Frankfurt (1. M 35) war in 36:34 Minuten der Schnellste vom Rest. „Für den Saisonanfang ist das gut. Ich bin ziemlich gleichmäßig gelaufen.“ Da die auswärtige Konkurrenz nur in den jüngeren Altersklassen hoch war, konnten die Oder–Spree–Cup–Läufer dieses Mal am Störitzsee durchweg gut punkten.