Doch der Lauf rund um den Straussee ist auch für viele Hobbyläufer und Freizeitsportler interessant. Aus Petershagen-Eggersdorf kamen zum Beispiel Oliver Wittki und sein neunjähriger Sohn Luca. Beide wurden Vierte in ihrer Altersklasse. "Allerdings war mein Kleiner eine Minute schneller unterwegs als ich", sagte Oliver Wittki.
Was alles auf der Strecke passieren würde, konnte auch Manfred Grabbert aus Strausberg nicht vorhersehen. "Ich habe zwar ein wenig trainiert, doch an erster Stelle will ich durchhalten und möglichst unter einer Stunde die 9,2 Kilometer absolvieren." Mit einer Zeit von 47:08 Minuten wurde er Vierter in seiner Altersklasse der M 60.
Jenny Schulz kommt aus Hoppegarten und gewann die 4,1 Kilometer in der Altersklasse W 60. "Strausseelauf muss einfach sein. Irgendwann habe ich beim Treppensteigen festgestellt, dass mir schnell die Puste ausgeht. Jetzt hat mich das Lauffieber erwischt", sagte sie trotz des miesen Wetters gut gelaunt.
Und so gab es die vielen kleinen Geschichten am Rande des Geschehens. Zum Beispiel, dass Thomas John-Schenk von der Turn-Talentschule in Strausberg die Startpistole behüten musste. Diese übergab er der Strausberger Bürgermeisterin Elke Stadeler für die Hauptläufe der Frauen und Männer über 9,2 Kilometer.
Kleine Randgeschichten
Eine Geschichte ist auch die von Lauflegende Sigmar Grabow, der sich nun endgültig zurückziehen möchte. "Das wird heute mein letzter Lauf sein", sagte er und versprach, die 9,2 Kilometer zu genießen. Er startete in der M 80 und lief 1:32 Stunden. Grabow hatte beim Strausseelauf 17-mal gewonnen, wie er berichtet.
Gern mitgelaufen wäre auch Jens Friedebold vom Edeka Center im Strausberger Handelscentrum. "Wir unterstützen nicht nur finanziell die KSC-Veranstaltung", sagte Friedebold. Wie er verriet, waren viele Läufer auch aus seinem Unternehmen mit dabei. Zum Beispiel Niclas Vater und Sascha Peterman. "Eine gesunde Lebensweise gehört bei uns zur Unternehmensphilosophie. Wir sind gern dabei."
Von allen Läufern wurde eine neue Idee des Veranstalters sehr gelobt. Im Cross-Teil der Laufstrecke hatte man nämlich die hoch stehenden Wurzeln farblich gekennzeichnet, um das Gefahrenpotenzial zu minimieren.
In einer der nächsten Ausgaben der Märkischen Oderzeitung werden auch die Ergebnisse der einzelnen Disziplinen und Altersklassen veröffentlicht.