Neue Bürgermeisterin in Strausberg: Annette Binder beginnt vermutlich kurze Amtszeit

Stadtverordnetenvorsteher Steffen Schuster überreichte der neuen Bürgermeisterin von Strausberg, Annette Binder (parteilos), die Ernennungsurkunde.
Anne Dünnebier- Strausberg hat eine neue Bürgermeisterin: Annette Binder tritt ihr Amt für rund vier Wochen an.
- Hintergrund ist eine ungültige Stichwahl Ende März – die Neuwahl soll voraussichtlich im Herbst kommen.
- Binder erhielt die Ernennungsurkunde im kleinen Kreis und verzichtete auf einen öffentlichen Auftritt.
- Sie will Abläufe kennenlernen und Gespräche führen, ohne zunächst Grundlegendes zu ändern.
- Nach Ablauf der Klagefrist bis Anfang Juni wäre die Wahl annulliert – dann übernimmt die Kämmerin.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Strausberg hat eine neue Bürgermeisterin – für rund vier Wochen. Annette Binder (parteilos) hat am Mittwoch, 6. Mai, das Amt im Rathaus nach der von Querelen überschatteten Wahl angetreten. Doch ihre Amtszeit währt nur kurz. Vermutlich im Herbst soll neu gewählt werden.
Ihre Ernennungsurkunde erhielt Annette Binder nach Angaben der Stadtverwaltung am Mittwoch im kleinen Kreis. Von einem öffentlichen Auftritt hatte Binder abgesehen. An der Zeremonie nahmen neben Stadtverordnetenvorsteher Steffen Schuster weitere Stadtverordnete sowie Mitarbeitende der Stadtverwaltung teil, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt.
In seiner Ansprache betonte Steffen Schuster, dass Annette Binder vielen in Strausberg durch Ihren Wahlspruch „Strausberg kenn ich, Strausberg kann ich“ in Erinnerung sei. Er verwies auf einen sachlichen Wahlkampf und sicherte ihr für die bevorstehende Amtszeit die volle Unterstützung der Stadtverordneten zu. Schuster hatte sich selbst erfolglos um das Amt des Bürgermeisters beworben.
Was die neue Bürgermeisterin jetzt erledigen will
Annette Binder erklärte laut Pressemitteilung, dass sie die kommende Zeit intensiv nutzen wolle, um Abläufe kennenzulernen, Gespräche mit Mitarbeitenden zu führen und sich einen umfassenden Überblick zu verschaffen. Dabei gehe es ihr nicht darum, Bestehendes grundlegend zu verändern, sondern zunächst zuzuhören und gemeinsam weiterzuentwickeln.
Mit der Übergabe der Ernennungsurkunde beginnt für Annette Binder offiziell ihre Amtszeit als Bürgermeisterin der Stadt Strausberg.

Die Ernennungsurkunde weist Annette Binder als neue Bürgermeisterin der Stadt Strausberg aus.
Anna DünnebierAus der Bürgermeister-Stichwahl Ende März ging Binder als Siegerin hervor. Doch die Abstimmung wurde hinterher für ungültig erklärt, nachdem es mehrere Wahleinsprüche gab. Seit Monaten stand der Verdacht der Wahlmanipulation im Raum, es kam zu einem Rechtsstreit.
Aber weil die Stichwahl doch stattfand und Binder ihren Wahlsieg auch offiziell annahm, muss sie vorerst als Bürgermeisterin ran. Allerdings nur so lange bis die Überprüfung der Wahl bis Anfang Juni formell beendet sei, sagte eine Landkreis-Sprecherin. Denn erst dann ist die Frist für mögliche Klagen abgelaufen und die Wahl wäre endgültig annulliert.
Damit verliert Binder ihr Amt wieder. Die Kämmerin der 28.000 Einwohner-Stadt übernehme dann die Aufgabe, hieß es vom Landkreis als Kommunalaufsichtsbehörde.
„Herzklopfen“ bei neuer Bürgermeisterin
Bei Instagram schrieb Binder, sie freue sich auf die Zeit als Bürgermeisterin. „Ein bisschen Respekt gehört dazu, ein bisschen Herzklopfen auch.“ Sie will bei der Neuwahl wieder antreten, wie sie vor einiger Zeit angekündigt hatte. Ein neu angesetzter Termin war noch offen.
Die bisherige Bürgermeisterin Elke Stadeler hatte sich am Dienstag, 5. Mai, mit einem Empfang in der Stadtverwaltung nach 16 Jahren aus ihrem Amt verabschiedet.
