Personalwechsel
: Neuer Werkleiter hat den Kommunalservice übernommen

Steffen Wolter, der neue Mann an der Spitze des Kommunalservice Strausberg, spricht von einem „gut bestellten Acker“.
Von
Jens Sell
Strausberg
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  • Dieser Tage am Lindenplatz: Jürgen Scholl installiert einen zusätzlichen Regeneinlauf. Der Klimawandel bringt häufigere Extremwetterlagen wie Starkregen. Wo es möglich ist, werden Kanaldimensionen und Einläufe angepasst.

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    Gerd Markert
  • Genießt den Ruhestand: Harry Mund nach 26 Jahren Arbeit für Strausberg

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    Gerd Markert
  • Guter Start: Steffen Wolter (56) ist jetzt Werkleiter des Kommunalservice.

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    Jens Sell
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Winterdienst kein Thema

Steffen Wolter kann sich entspannt zurücklehnen, denn der Winter zwingt dem KSS noch keinen Schichtbetrieb auf. Zwar mussten die Mitarbeiter schon wegen überfrorener Nässe zwei-, dreimal die Fahrbahnen an neuralgischen Punkten abstumpfen, aber in aller Regel können sich die beiden Einsatzleiter, wenn sie täglich drei Uhr früh die Lage sondieren, beruhigt wieder hinlegen. So konnte sich diese Woche Mitarbeiter Thomas Müller in die neue komplexe Kehrmaschine einweisen lassen, eine große, sechsstellige Investition, die Harry Mund noch eingeleitet hatte. Sie soll die Qualität der Straßenreinigung auf eine neue Stufe heben. Zur Hälfte finanziert der KSS dies aus Rücklagen, zur anderen aus einem Kredit bei der Sparkasse. Der Stadt entstehen dadurch keine Kosten. „Seit 2015 haben wir keinen Investitionszuschuss mehr von der Stadt genommen“, blickt Harry Mund zurück und merkt an: „Zusätzlich haben wir die Preise für die Dienstleistungen für die Verwaltung gesenkt.“

Harry Mund hatte 1993 im Tiefbauamt des Rathauses begonnen, nachdem er nach der Wende eine Umschulung zum Servicetechniker für Baumaschinen absolviert hatte. Als 1999 der Bauhof der Stadt in den Eigenbetrieb Kommunalservice umgestaltet wurde, war Harry Mund schon als freigestellter Personalratsvorsitzender Interessenvertreter der Mitarbeiter. „Das war eine sehr interessante Zeit für mich, besonders, als 2004/05 25 Mitarbeiter entlassen werden sollten und wir unter Mediation von Pfarrer Ekkehard Kirchner dann der Verwaltung einen Haustarifvertrag abhandeln und Kündigungen verhindern konnten.“

Neuer Anbau ist fertig

Die kleine Abschiedsfeier für den scheidenden Werkleiter fand im neuen Aufenthaltsraum des KSS statt. Der ist im neuen Anbau, der auch voriges Jahr gerade fertig gestellt wurde. Dort kann jetzt auch immer der Werksausschuss tagen. Das Aufsichtsgremium hat der Stadtverordnetenversammlung in deren jüngster Sitzung gerade die Entlastung des Werkleiters für das Wirtschaftsjahr 2018 vorgeschlagen. Das ging einstimmig und ohne jede Diskussion. Denn der geprüfte Jahresabschluss weist einen Jahresgewinn von 12 123 Euro aus, und das bei einer Bilanzsumme von 779 000 Euro.

Wenn Steffen Wolter von einem gut bestellten Acker spricht, meint er aber nicht nur die Wirtschaftszahlen, sondern auch: „Das Arbeitsklima unter der Belegschaft ist offensichtlich gut.“ Die Mitarbeiter seien sehr motiviert und fachlich gut geschult. Er habe aber auch schon ein paar knifflige Situationen bewältigen müssen, da seien die Mitarbeiter sofort gut dabei. Als eine Herausforderung für die Zukunft sieht Steffen Wolter den Klimawandel. Pflanzungen bei Wasserknappheit zu pflegen, wird nicht einfacher.

Wirtschaftliche Eckdaten

Im Erfolgsplan für 2020 sind Umsatzerlöse von 1,7 Millionen Euro ausgewiesen. Dies soll sich in den Folgejahren steigern: 2021 auf 1,72 und 2022 auf 1,73 Millionen Euro. Darin sind jährliche Erhöhungen der Personalkosten um 1,5 Prozent aufgrund von Tarifsteigerungen eingepreist.

Der Stellenplan sieht weiterhin 22,4 Vollzeitkräfte einschließlich 1,9 Vollzeiteinheiten als Saisonkräfte im Sommer vor.

Aufgrund der weiterhin gute Liquidität ist für 2020 erneut kein Investitionszuschuss der Stadt festgesetzt. Aus Eigenmitteln investiert der KSS 116 000 Euro, unter anderem in eine Ersatzbeschaffung eine. Mobilbaggers.⇥js