Amokalarm in Petershagen: Bewaffneter Mann (22) in Schule – Polizei durchsucht Wohnung
In die Gesamtschule der FAWZ in Petershagen-Eggersdorf (Märkisch Oderland) ist am Freitag (8.3.) gegen 7.15 Uhr ein bewaffneter Mann eingedrungen. Er soll Lehrpersonal bedroht haben, teilte ein Sprecher der Polizeidirektion Ost mit. Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot zu der Schule an, sich zwischen Berlin und Strausberg befindet.
Die wichtigsten Entwicklungen im Newsblog.
+++ 17.28 Uhr – Wie es jetzt für die Lehrer und Schüler weitergeht +++
Der Schock beim Personal sitzt tief. Auch die Schüler sind nach dem Amokalarm verunsichert. Wie geht es weiter?
+++ 16.30 Uhr – Polizei durchsucht Wohnung in Fredersdorf-Vogelsdorf +++
Kräfte einer Einsatzhundertschaft der Polizei und Kriminalisten der Polizeiinspektion Märkisch-Oderland durchsuchten nach dem Einsatz an der Schule in Petershagen eine Wohnung. Bei den Maßnahmen in Fredersdorf-Süd waren auch Entschärfer des Landeskriminalamtes und ein Sprengstoffspürhund vor Ort. Bei der Durchsuchung in dem Mehrfamilienhaus wurden mehrere Gegenstände und ein Computer sichergestellt. Ob ein direkter Zusammenhang mit dem Einsatz in Petershagen am Morgen besteht, ist unklar. Die Polizei war am Nachmittag für Rückfragen nicht zu erreichen.

In Fredersdorf-Süd hat es eine Durchsuchung in einem Mehrfamilienhaus gegeben.
Dennis Lloyd Brätsch.+++ 14.25 Uhr – 22-Jähriger wohl kein ehemaliger Schüler +++
Bei dem 22-jährigen Festgenommen handelt es sich nach bisherigen Erkenntnissen nicht um einen ehemaligen Schüler, wie das Polizeipräsidium in Potsdam mitteilt. Bei der verwendeten Waffe soll es sich, wie bereits berichtet, um eine Schreckschusswaffe handeln.
„Zu den Hintergründen und dem Motiv der Tat ermittelt derzeit die Kriminalpolizei“, heißt es seitens der Polizei. Weitere Angaben zum Beschuldigten machte sie nicht. Unklar bleibt damit auch, ob er aus der Region kommt. Gegen ihn seien Anzeigen wegen Bedrohung, Nötigung und Verstoß gegen das Waffengesetz aufgenommen worden.
Nach Prüfung des Schulgebäudes könnten weitere Gefahren ausgeschlossen werden, teilte die Polizei außerdem mit. Zum Tathergang heißt es: Der Beschuldigte 22-Jährige habe noch vor Unterrichtsbeginn am Freitagmorgen die Schule betreten und nach dem Sekretariat gefragt. Dort habe er dann eine anwesende Beschäftigte der Schule mit einem Messer und einer Schusswaffe bedroht und sie aufgefordert, einen Alarmknopf zu betätigen.
Zu diesem Zeitpunkt hatten sich nach Polizei-Angaben nur wenige Mitarbeiter und Lehrer der Schule im Gebäude befunden. „Der Mann konnte von Einsatzkräften der Polizei, die kurz nach der Alarmierung am Ort eintrafen, umgehend festgenommen werden“, heißt es weiter.
Der 22-Jährige und ein Polizeibeamter wurden, wie bereits berichtet, bei dem Einsatz leicht verletzt. Eine Lehrerin der Schule erlitt einen Schock und sei ebenfalls vor Ort versorgt worden.
Die Anwesenden sowie Schüler, die zum Zeitpunkt der Tat gerade an der Schule angekommen waren, sind vor Ort durch Notfallseelsorger betreut worden. Für sie wurde nach Polizei-Angaben eine Anlaufstelle mit Unterstützung des Psychosozialen Notdienstes des Landkreises in der Nähe eingerichtet.
+++ 14:02 –Polizeieinsatz beendet +++
Nachdem ein 22-Jähriger am Freitag bewaffnet in eine Schule im brandenburgischen Petershagen eingedrungen ist, hat die Polizei ihren Einsatz vor Ort beendet. Das erklärte ein Sprecher der Polizei auf Anfrage. (dpa)
+++ 12.30 Uhr – Motiv noch unklar +++
Die Hintergründe der Tat sind noch unklar. Der festgenommene 22-Jährige ist zunächst auf die Wache der Polizeiinspektion Märkisch Oderland nach Strausberg gebracht worden. Zum Motiv können die Behörden bislang nichts sagen. „Die Ermittlungen laufen“, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Potsdam. Unklar ist auch, welchen Bezug der Mann zur Schule in Petershagen hat. Es werde geprüft, ob es sich um einen ehemaligen Schüler handle. Bei der Waffe, mit der der Beschuldigte in die Schule eingedrungen war und Lehrer bedroht hatte, soll es sich nach bisherigen Erkenntnissen um eine Schreckschusspistole handeln.
+++ 12.00 Uhr – Landeskriminalamt abgerückt, Sperrung aufgehoben +++
Die Sperrungen rund um die Schule sind aufgehoben worden. Zudem rücken die Kampfmittelentschärfter des LKA wieder ab. Es sei nichts Verdächtiges auf dem Schulgellände und den Gebäuden gefunden worden, sagte ein Polizeisprecher. Vor Ort ist allerdings noch die Kriminalpolizei für weitere Ermittlungen.
+++ 11.02 Uhr – Lage beruhigt sich +++
Die Lage rund um die Schule hat sich etwas beruhigt. Einige SEK-Kräfte sind inzwischen wieder abgerückt. Noch ist das Gelände aber abgeriegelt, auch das LKA ist weiter vor Ort und im Gebäude. Zudem ist die angrenzende Elbestraße weiter gesperrt.

Amok-Alarm: Schwer bewaffnete Polizei-Kräfte prüfen das Schulgelände der Gesamtschule in Petershagen-Eggersdorf.
Dennis Lloyd Brätsch+++ 10.45 Uhr – Amokalarm wurde ausgelöst +++
Durch einen Beschäftigen der Schule ist ein Amokalarm ausgelöst worden, nachdem sich der bewaffnete Mann in der Schule befand, teilte die Polizei mit. Dies hat offenbar das schnelle Eingreifen der Einsatzkräfte begünstigt.
+++ 10.15 Uhr – Spezialkräfte des LKA vor Ort +++
An der Schule in Petershagen-Eggersdorf sind nun auch Spezialkräfte des Landeskriminalamtes eingetroffen. Es soll sich um Kampfmittelentschärfter handeln. Einen konkreten Verdacht gibt es laut Polizei nicht. Die Kräfte rücken in solchen Fällen meist routinemäßig aus. Ein Polizeisprecher hatte bereits vor dem Eintreffen des LKA betont, dass Gelände und Gebäude nach „weiteren Gefahrenquellen“ abgesucht werden, um sicher zu gehen, dass der mutmaßliche Täter keine Gegenstände versteckt hat.

Polizei im Einsatz: Spezialkräfte des Landeskriminalamtes sind angerückt. Es handelt sich um Kampfmittelentschärfer.
Dennis Lloyd Brätsch+++ 10.06 Uhr - Täter stürmt ins Sekretariat +++
Zum Tathergang gibt es inzwischen neue Angaben. Lehrer berichten, der mutmaßliche Täter sei erst in das Gebäude und dann mit vorgehaltener Waffe in das Sekretariat gestürmt. Dort habe der 22-Jährige Deutsche laut Polizeisprecher Stefan Möhwald gefordert, dass der Alarm ausgelöst wird. „Warum, wissen wir nicht.“ Später soll er geflüchtet sein. Dabei sei er mehreren Personen, darunter auch Lehrerinnen und Lehrern, begegnet. Einen der Lehrer soll er auf dem Weg nach draußen eine Treppe hinunter gestoßen haben. Kurz darauf sei er von der Polizei überwältigt worden.
+++ 9.32 Uhr – SEK eingetroffen +++
An der Gesamtschule in Petershagen ist eine SEK-Einheit aus Potsdam eingetroffen. Sie wurde, wie bei solchen polizeilichen Lagen üblich, direkt angefordert. Es sollen mehr als 20 Fahrzeuge sein. Offenbar werden die Schulgebäude auch von innen noch untersucht. Nach Angaben eines Polizeisprechers soll es sich bei dem Festgenommenen um einen Einzeltäter handeln. Von weiteren Tatverdächtigen werde nicht ausgegangen. „In den Gebäuden wird geschaut, ob der mutmaßliche Täter dort gefährliche Gegenstände hinterlassen hat“, so der Sprecher.
+++ 9.21 Uhr – Unterricht fällt aus +++
Laut FAWZ-Geschäftsführer Daniel Frech fällt der Unterricht an der Gesamtschule aus. Die rund 700 Schüler seien direkt nach Hause geschickt worden. Ob der Unterricht Anfang kommender Woche wieder regulär starten wird, ist unklar. Man wolle den Vorfall gemeinsam aufarbeiten, heißt es. Den Lehrern soll psychologische Betreuung angeboten werden.
+++ 9.16 Uhr – Keine verletzten Lehrer und Schüler +++
Der festgenommene 22-Jährige soll laut Polizei Lehrer bedroht haben. Verletzte unter dem Lehrpersonal habe es aber nicht gegeben. Auch Schüler seien nicht verletzt worden. Diese Angaben bestätigte auch Daniel Frech, der Geschäftsführer der FAWZ gGmbH. Er ist in Petershagen vor Ort. Nach seinen Angaben seien um kurz nach 7 Uhr, als der mutmaßliche Täter am Schulgebäude war, noch keine Schüler dort gewesen. Lehrer dagegen schon. Wie viele, konnte er zunächst nicht sagen. Die Lehrer hätten sich an den Plan für Amokfälle gehalten und sofort die Polizei verständigt.
+++ 9.05 Uhr – Waffe ist wohl Schreckschusspistole +++
Den ersten Ermittlungen zufolge soll es sich bei der Waffe, die beim mutmaßlichen Tatverdächtigen gefunden wurde, wohl um eine Schreckschusspistole handeln.
+++ 8.55 Uhr – Mutmaßlicher Tatverdächtiger ist 22 Jahre alt +++
Beim festgenommenen mutmaßlichen Tatverdächtigen handelt es sich nach Polizei-Angaben um einen 22 Jahre alten Deutschen. In welcher Verbindung er zu Schule steht, ist noch Gegenstand der Ermittlungen, teilte ein Sprecher MOZ.de mit. Der Mann sei in der Schule von Spezialkräften der Polizeiinspektion Märkisch Oderland überwältigt worden. Dabei seien der Mann sowie ein Beamter leicht verletzt worden, heißt es. Eine Waffe wurde nicht abgefeuert, so der Polizeisprecher.

Polizei im Einsatz: Die Gesamtschule in Petershagen wurde großräumig abgeriegelt.
Dennis Lloyd Brätsch+++ 8.35 Uhr – Schule abgeriegelt +++
Spezialkräfte der Polizeiinspektion sind weiter auf dem Schulgelände, die Umgebung ist weiträumig abgesperrt. Die Durchsuchung weiterer Gebäude läuft noch.
+++ 8.05 Uhr – Polizei durchsucht Schule +++
Die Polizei durchsucht das gesamte Schulgebäude und Gelände nach möglichen weiteren Tätern. In der Schule hielten sich zu dem Zeitpunkt Lehrer sowie Schülerinnen und Schüler auf. Wie viele Kinder und Jugendliche bereits im Gebäude waren, konnte die Polizei zunächst nicht sagen.
+++ 7.55 Uhr – Mann mit Schusswaffe und Messer bewaffnet +++
Der Notruf bei der Polizei war um 7.15 Uhr eingegangen. Kurz darauf machten sich Polizei-Kräfte auf den Weg nach Petershagen, darunter sind auch speziell für lebensbedrohliche Gefahrenlagen und Amok ausgebildete Einsatzkräfte. Den ersten Angaben zufolge sei der Mann vor Ort überwältigt und festgenommen worden. Zur Identität gibt es noch keine Aussagen. Der Mann trug laut Polizei-Angaben eine Handfeuerwaffe sowie ein Messer bei sich.



