Polizei in Strausberg
: Geldautomat am Gasthof Nord manipuliert

Einem aufmerksamen Kunden ist es laut Polizei zu verdanken, dass eine Manipulation an einem Geldautomaten in Strausberg aufgefallen ist. Das rät die Polizei in so einem Fall.
Von
Claudia Braun
Strausberg
Jetzt in der App anhören
Nicht mehr nutzbar: Hier befand sich der Geldautomat am Bahnhof und Gasthof Strausberg-Nord.

Nicht mehr nutzbar: der Geldautomat am Bahnhof und Gasthof Strausberg-Nord

Thomas Berger
  • Ein manipulierter Geldautomat in Strausberg-Nord wurde durch einen aufmerksamen Kunden entdeckt.
  • Polizei Märkisch-Oderland bestätigte die Manipulation, Details werden aus ermittlungstaktischen Gründen nicht genannt.
  • Täter nutzen Cash-Trapping und Skimming, um Kontodaten zu stehlen.
  • Polizei rät, ungewöhnliche Automaten zu meiden und bei Verdacht sofort zu melden.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Wer am Sonntagvormittag (25. Mai) im Norden von Strausberg unterwegs war, wird den abgesperrten Bereich am Gasthof Nord und einige Polizeibeamte bemerkt haben. Wie die Polizei auf Nachfrage mitteilt, hatte sich gegen 11.30 Uhr ein Kunde bei ihnen gemeldet. Sein Verdacht: Am dortigen Geldautomaten an der Prötzeler Chaussee seien Manipulationen vorgenommen worden.

Diesen Verdacht können die Einsatzkräfte der Polizei Märkisch-Oderland inzwischen bestätigen. Wie die Eingriffe am Automaten der Sparkasse erfolgten, lassen die Beamten aus ermittlungstaktischen Gründen unbeantwortet. Speziell geschulte Fachleute des Landeskriminalamtes waren vor Ort, um die vorgenommenen Veränderungen zu untersuchen.

Warnung vor Cash-Trapping und Skimming

Laut der polizeilichen Kriminalprävention wird das Manipulieren von Bankautomaten als Cash-Trapping bezeichnet. Dabei verändern Betrüger die Ausgabeschächte so, dass das Geld stecken bleibt, um es später an sich zu nehmen. Zudem kommt es zum sogenannten Skimming (englisch für Abschöpfen/Absahnen), bei dem Täter vor dem Karteneinschubschacht der Geldautomaten ein manipuliertes Kartenlesegerät oder sogar eine vollständige Frontplatte einsetzen.

Die eingeschobene Bankkarte wird dann durch das illegale Lesegerät zum originalen Kartenleser weitertransportiert. Dies ermöglicht, Kontodaten auszulesen und zu speichern, ohne dass der Geldausgabeautomat beeinträchtigt und der Kunde misstrauisch wird. Um an die PIN zu gelangen, wird das Eintippen der PIN-Nummer mit einer Kamera oder einem Foto-Handy aufgezeichnet. Im Anschluss fertigen die Täter Kartenfälschungen und heben im außereuropäischen Ausland Geld ab.

Bei Auffälligkeiten immer die Polizei verständigen

Bankkunden sind dem nicht hilflos ausgeliefert, sondern können sich laut Polizei schützen. Unter anderem wird geraten, keinen Geldausgabeautomaten zu nutzen, an dem etwas ungewöhnlich erscheint, wie etwa angebrachte Leisten oder Verblendungen, abstehende und lockere Teile, Spuren von Kleber rund um den Kartenschlitz. Bei Verdacht auf Manipulation sollte sofort die Polizei verständigt werden, um mögliche Spuren sichern zu können.