Radsport
: Weit über 500 Starter kamen zum Strausberger Radsportwochenende

Gina Haberecht gewinnt das Radrennen Rund um Strausberg bei den Frauen.
Von
Edgar Nemschok
Strausberg
Jetzt in der App anhören
  • Rund um Strausberg: die Jedermänner am Start für ihre 69-Kilometer-Runde

    Rund um Strausberg: die Jedermänner am Start für ihre 69-Kilometer-Runde

    Edgar Nemschok
  • Viel auf Seelower Straßen unterwegs: Linda Paduch

    Viel auf Seelower Straßen unterwegs: Linda Paduch

    Edgar Nemschok
  • Auf der Rolle: die Strausbergerin Gina Haberecht

    Auf der Rolle: die Strausbergerin Gina Haberecht

    Edgar Nemschok
  • Fotos fürs Familienalbum: Die RSG-Sprinter feiern Simon Nickel bei der Siegerehrung.

    Fotos fürs Familienalbum: Die RSG-Sprinter feiern Simon Nickel bei der Siegerehrung.

    Edgar Nemschok
1 / 4

So zum Beispiel auch der Straus­bergerin Gina Haberecht, die gemeinsam mit den Elite–Frauen an den Start ging. Für sie war das Rennen Rund um Strausberg mit einer Premiere verbunden, denn sie konnte mit ihrer neuen Rennmaschine auf die 69–Kilometer–Strecke gehen. Schon beim Einfahren auf der Rolle fühlte sie sich gut, wirkte sehr konzentriert  und entschlossen, bei ihrem Heimspiel auch zu gewinnen. „Es könnte heute ruhig noch ein wenig wärmer sein. Ich mag hohe Temperaturen.“

Das Vorhaben gelang und die Juniorin kam mit einer Zeit von 1:34,22 Stunde als Erste ins Ziel. Vater Sven Haberecht, der im Begleitfahrzeug saß und auch Sportlicher Leiter beim RSC Straus­berg ist, strahlte übers ganze Gesicht. „Gina ist taktisch sehr gut gefahren.“ Maria Janeck vom MTV Altlandsberg wurde Sechste und Elisa Ehrlich (RSC) landete auf Platz 8. Grund zum Jubeln hatte auch Thomas Hauff. Der Altlandsberger, der diesmal für das LKK Racing Team an den Start ging, gewann ebenfalls über die 69–Kilometer–Strecke die Klasse der Jedermänner (Jahrgang 1979 und älter). Er hatte schon vor dem Start ein gutes Gefühl und sagte: „Die Strecke liegt mir.“

Große Zahl von Anfängern

Was  wirklich erfreulich war, war die große Zahl der Starter aus dem Nachwuchsbereich. Der ehemalige erfolgreiche DDR–Radsportler (u. a. Straßen–Weltmeister) und heutige Lehrer/Trainer an der Lausitzer Sportschule Cottbus, Bernd Drogan, bestätigte das und sagte: „Erstaunlich viele ganz junge Radsportler und Anfänger sind dabei. Ich gebe immer die Empfehlung, dass die Kinder im Alter von neun oder zehn Jahren mit dem Radsport beginnen sollen.“ Und er sagte weiter, dass die erste Stufe ein BMX–Rad sein sollte. „Mit diesem Rad bekommen die Kinder am ehesten ein Gefühl für das Sportgerät und lernen zum Beispiel auch gut, Hindernissen auszuweichen.“ Hindernisse gab es auf der Strecke Rund um Strausberg und im Gewerbegebiet Strausberg–Nord nicht. Zahlreiche Helfer und auch die Polizei sperrten sehr gut ab, so dass es keine Zwischenfälle bei den Rennen gab.

Auftakt durch die Jüngsten

Den Auftakt am zweiten Renntag machten die Jüngsten. Und gerade bei ihnen ist deutlich noch die Unbekümmertheit am Sport zu erkennen. Joshua William Burkhardt kommt von den RSG–Sprintern und freute sich bei einem großen Becher Cola nach dem Rennen über seinen siebten Platz. Er ist erst seit sechs Monaten dabei und hat, wie er selbst berichtet, auf der heimischen Radrennbahn in Fredersdorf „schon einmal Gold, Silber und Bronze gewonnen“. Für einige war es das erste oder zweite  Rennen überhaupt. Hugo Ahlborn aus Petershagen–Eggersdorf startet für den RSC Strausberg. Und auch er wird  diesen Tag so schnell nicht vergessen. Er wurde immerhin Neunter.

Talent von den RSG–Sprintern

Über ein großes Talent freut man sich bei den Sprintern aus Fredersdorf–Vogelsdorf. Simon Nickel kam als Zweiter im Rennen über 23 Kilometer der Schüler U 13 hinter Rocco Pomian vom RSV Peitz ins Ziel. Auch er ist Sportschüler und lernt in Frankfurt. Er eifert seinem großen Vorbild Peter Sagan nach, schätzt aber auch die Qualitäten  eines Emanuel Buchmann. „Es war ein schnelles Rennen und ich glaube, wir sind einen 40er Schnitt gefahren“, sagte er stolz und ließ sich zunächst von der ganzen Familie feiern. Das Radsportfieber hat alle angesteckt und nun sind auch Vater Oliver und Mutter Katja viel mit dem Rad unterwegs.   Nun endlich Zeit zum  Durchatmen hatte Günther Wunderlich. "Wenn alle Anmeldungen durch sind, ist auch meine Arbeit so gut wie getan. Die Wochen vor dem eigentlichen Renntermin sind immer sehr hektisch“, erklärt er. "Da brauche ich meinen Großvater auch gar nicht ansprechen“, sagte mit einem Schmunzeln auf dem Gesicht Niklas Wunderlich. Der 23–Jährige hat für sich den Triathlon entdeckt. Opa Wunderlich wird im nächsten Jahr auf 70 Jahre Engagement im Radsport zurückblicken.

Und was sagte der Chef der Veranstaltung? Matthias Behr ist Vorsitzender des 1. RSC im KSC Strausberg. „Dank zahlreicher Sponsoren und der vielen Helfer konnten wir eine insgesamt gelungene Radsportveranstaltung durchführen. Es war eine großartige Werbung für uns und für den Sport.“