Raub in Erkner: Mann am Bahnhof überfallen und zusammengeschlagen

Nach einem Raubüberfall auf einen 39-jährigen Mann wurde die Polizei zum Tatort in der Bahnhofstraße in Erkner gerufen.
Dennis Lloyd BrätschKurz nach Mitternacht haben am Mittwoch (12. November) Zeugen eines Überfalls auf einen Mann nahe dem Bahnhof in Erkner die Polizei gerufen. Wie die Polizei auf Nachfrage informiert, fanden die Beamten einen blutenden Mann am Boden liegend vor.
Nach Informationen dieser Redaktion lag der Überfallene mit stark blutenden Verletzungen in der Bahnhofshalle. Er soll bei dem Raub massive Kopfverletzungen erlitten haben.
Der schwer Verletzte wurde vor Ort über eine Stunde lang notärztlich versorgt und muss in einem Krankenhaus in Berlin weiter behandelt werden. Bei ihm handle es sich um einen 39-Jährigen ohne festen Wohnsitz.
Polizei konnte zwei tatverdächtige Männer festnehmen
Aufgrund einer guten Personenbeschreibung von Zeugen konnte die Polizei schon kurze Zeit später zwei tatverdächtige Männer, 33 und 37 Jahre alt, und ebenfalls ohne festen Wohnsitz, stellen. Bei den beiden Männern fand sich Bargeld, das dem überfallenen Mann abgenommen worden war.
Nach weiteren Angaben der Polizei war der Jüngere der beiden Angreifer mit einem Atemalkoholwert von 2,90 Promille stark alkoholisiert, bei seinem mutmaßlichen Komplizen wurde nur eine geringe Promillezahl festgestellt. Die Polizei sicherte Spuren am Tatort. Unter anderem wurde auch ein Kleidungsstück sichergestellt.
Die beiden Männer wurden nach Angaben der Polizei wegen des Verdachts auf Raubes vorläufig festgenommen. Die Kriminalpolizei übernimmt die weiteren Ermittlungen.
Gewaltvorfälle am Bahnhof Erkner
Am Bahnhof Erkner und in dessen Umfeld kommt es immer wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen, bei denen Menschen teilweise schwer verletzt werden. So wurde im April ein 38-Jähriger von mehreren Männern attackiert. Er konnte sich blutüberströmt in eine Tankstelle retten. Auch Diebstähle und Raubdelikte sind keine Seltenheit. Vor allem Autos und Fahrräder werden häufig gestohlen.
Auch wenn die Zahl der Gewaltvorfälle laut Polizei nicht signifikant höher ist als an anderen Orten, wird im Rathaus bereits seit Jahren über die Wiedereinführung der Videoüberwachung am Bahnhof und auf dem Großraumparkplatz in der Julius-Rütgers-Straße diskutiert. Bürgermeister Henryk Pilz teilte damals mit, dass auch andere Optionen denkbar seien.



