Sicherheit
: Keine Verstärkung für Neuenhagens Polizeirevier

Das Polizeirevier bekommt trotz Bevölkerungswachstum keine neuen Personalstellen zugewiesen. Stattdessen werden die Polizeikräfte im Landkreis erhöht.
Von
Dirk Schaal
Neuenhagen
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Mit frischem Anstrich aber ohne neues Personal: die Polizeiwache in Neuenhagen

Gerd Markert

Das Innenministerium kam nach Prüfung zum Schluss, dass keine personelle Verstärkung am Standort Neuenhagen notwendig ist. „Der von Ihnen angesprochene Bevölkerungszuwachs wird insbesondere bei der Stärke der Revierpolizei, aber auch bei der belastungsbezogenen Dienstpostenverteilung für den Streifendienst berücksichtigt. Gegenwärtig ist eine personelle Verstärkung am Standort Neuenhagen selbst jedoch nicht vorgesehen, weil der Personalbedarf im Kontext der Polizeiinspektion Märkisch–Oderland zu betrachten ist“, heißt es im Antwortschreiben des Innenministeriums.

Weiterhin wird darauf hingewiesen, dass derzeit über 1000 Polizeianwärter an der Hochschule in Oranienburg ausgebildet werden, um die Personalzahlen der Brandenburger Polizei an den Bedarf anzupassen. So sind erste Personalverstärkungen auch bereits für die Polizeiinspektion MOL vorgenommen werden. Dadurch hat sich die Personalsituation vor allem im Streifendienst in den letzten Monaten spürbar verbessert. Davon profitiert der gesamte Landkreis, schreibt das Innenministerium.

Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, dass die Polizeiinspektion Märkisch–Oderland mit ihren Polizeirevieren Neuenhagen, Seelow und Bad Freienwalde die polizeiliche Grundversorgung im gesamten Landkreis, unabhängig davon, wo sich der logistische Standort der einzelnen Bediensteten befindet, leistet. So werden vom Standort Strausberg die Streifenwagen zentral geführt und bedarfsgerecht im gesamten Landkreis eingesetzt. An diese Arbeitsweise haben sich die Polizisten gewöhnt. Sie betrifft auch andere Revierbereiche innerhalb der Polizeiinspektion. Auch hier werden bei Bedarf Kräfte aus Straus­berg zur Unterstützung eingesetzt, teilte Pressesprecherin Bärbel Cotte–Weiß von der Polizeidirektion Ost mit.

Derzeit werden die Räume des Reviers Neuenhagen umgebaut und renoviert, so dass dort für die Revierpolizei gute Arbeitsmöglichkeiten geschaffen werden. Bislang wurden dort die Fenster in den Obergeschossen erneuert und die Modernisierung der Sanitärräume sowie im Außenbereich der Rückbau der maroden Büro–Containeranlage durchgeführt. „Mit einem neuen Fassadenanstrich konnte zudem auch eine verbesserte Ansehnlichkeit des Polizeiobjektes für den Bürger vor Ort erzielt werden“, teilte das Innenministerium auf die Anfrage mit.

Weitere Prüfung geplant

Gleichzeitig sichert Stübgen auf die Anfrage von Vogelsänger zu: „Ihr Anliegen, sich für den Revierstandort Neuenhagen einsetzen zu wollen, nehme ich zum Anlass, die örtlichen Gegebenheiten von meinem Fachbereich im Zusammenwirken mit dem Brandenburgischen Landesbetrieb für Liegenschaften und Bauen bewerten zu lassen, um die Arbeitsbedingungen auch weiter zu optimieren.“ Es bleibt also abzuwarten, was tatsächlich noch im Neuenhagener Revier passiert.