Straßenbau: Sandpiste ade: Zwei Kilometer Straße für Vogelsdorf

Symbolbild: Ähnliche Sandpisten soll es in Vogelsdorf bald nicht mehr geben.
Jan Woitas/dpaAuf ihrer letzten Sitzung haben die Fredersdorf-Vogelsdorfer Gemeindevertreter bei nur einer Stimmenthaltung den Straßenbau im sogenannten Quartier 6 und in der Senitzstraße in Vogelsdorf auf den Weg gebracht. Rund 2,1 Kilometer Straße, davon 1,8 Kilometer Anliegerstraßen, sollen nächstes Jahr gebaut werden. Aus Sandpisten werden dann asphaltierte Straßen, so wie im Straßenbauprogramm bis 2024 beschlossen.
Dabei handelt es sich im Einzelnen um die Insel- und Heckenstraße, die Spreestraße im Abschnitt zwischen Elbestraße bis Rüdersdorfer Straße, die Rüdersdorfer Straße im Abschnitt See- bis Rheinstraße, die Rheinstraße selbst, die Senitzstraße und die Weserstraße im Abschnitt zwischen Elbe- bis Mainstraße. Bei allen Genannten handelt es sich um Anliegerstraßen.
Ausgebaut werden zudem die Haupterschließungsstraßen Mainstraße zwischen Seestraße bis Rüdersdorfer Straße (Kreisverkehr) sowie die Rüdersdorfer Straße vom Kreisverkehr bis zum Anschluss an die Rüdersdorfer Straße.
Einengungen alle 80 Meter
Die Anliegerstraßen werden in fünf Metern Breite als Mischverkehrsfläche in Asphalt- und Pflasterbauweise ausgebaut. Es sind in rund 80 Metern Abstand Fahrbahneinengungen auf 3,25 Meter vorgesehen. Diese dienen der Verkehrsberuhigung, ebenso parkende Autos am Straßenrand. An der Rhein- und Heckenstraße wird es auch Parkplätze geben. Die sind durch das Betonsteinpflaster gut erkennbar. Auch die Grundstückseinfahrten werden gleich mitgebaut. Ein Geh- und Radweg ist innerhalb der Grünflächen am Giacomo-Meyerbeer-Platz im Bereich Rüdersdorfer Straße/Weserstraße sowie Rüdersdorfer Straße/Kreisverkehr in einer Breite von zwei Metern beidseits geplant. In der Mainstraße soll es auf einer Fahrbahnseite einen solchen Geh-/Radweg geben. Alle Straßen erhalten eine Oberflächenentwässerung. Im Bereich Rüdersdorfer Straße ist aufgrund der beidseitig geführten Geh- und Radwege und der Zufahrten der Einbau von Versickerungsmulden nicht möglich. Deshalb werden dort zusätzliche Wasserspeicher in größere Tiefe eingebaut. Die Freileitungen für die Straßenbeleuchtung werden rückgebaut und durch erdverkabelte energieeffiziente LED ersetzt. Vorhandene Erdverkabelungen werden modernisiert, statt Natriumdampflampen gibt es LED-Aufsatzleuchten.
Spielplatz bekommt Rodelberg
Bei den Haupterschließungsstraßen werden die Trassen einen Meter breiter, also sechs. Geh- und Radwege werden parallel zur Fahrbahn und den Kreisverkehr umschließend gebaut. Sie werden zwei Meter breit. Auch dort werden die Grundstückseinfahrten gleich mitgebaut, erhalten Betonsteinpflaster und Randeinfassungen. Im Zuge des Straßenbaus gibt es Besonderheiten. So haben die Gemeindevertreter schon vor Jahren beschlossen, dass der Spielplatz Heckenstraße um den Rodelberg erweitert wird. Dazu gibt es ein gesondertes Projekt. Hecken- und Inselstraße müssen neu um den dann größeren Spielplatz geführt werden. Zukünftig beginnt die Inselstraße direkt an der Elbestraße und endet an der Seestraße. Die Heckenstraße wird im Bereich der Verbindung vom Spielplatz zum Rodelberg abgekoppelt, so dass die Heckenstraße künftig als T-Kreuzung im Bereich Inselstraße Nummer 17 direkt auf die Inselstraße führt. Das verbleibende Stück Heckenstraße – Hausnummern 6, 6 A und 7, wird zukünftig der Inselstraße zugeordnet und zur Sackgasse.
Ein Mini-Kreisverkehr mit einem Außendurchmesser von 22 Metern wird an der Rüdersdorfer/Mainstraße und Rheinstraße gebaut. Hintergrund ist, dass die derzeitige Kreuzung ein Nadelöhr und Unfallschwerpunkt ist.
Bereits Anfang Mai wurden die Anlieger über die Planungen informiert. Auch darüber, dass eine Beitragspflicht entsteht und wie hoch die in etwa ausfallen wird. Alle aufgeführten Bauleistungen sind für kommendes Jahr vorgesehen.