Straßenbau: Winterpause am Wachtelberg endet am 4. März

Baustelle am Wachtelberg: Am 4. März sollen die Arbeiten wieder aufgenommen werden. Zuerst wird eine provisorische Stützmauer für Leitungen aufgebaut.
Uwe SprangerWie er erläuterte, habe der Landesbetrieb weitere Umplanungen in Auftrag geben müssen, weil Leitungen nicht dort gefunden wurden, wo sie eigentlich liegen sollten, in der Straße, sondern im Nebenbereich. Damit diese nicht bei folgenden Arbeiten kaputtgehen oder behindern und man nicht auf eine Umverlegung warten muss, werde nun erst einmal auf rund 120 Metern ein „Verbau“ erfolgen. Das heißt, „zur Sicherung der Kabeltrasse“, wie Bieder erklärt, werden erst einmal H–Profile in den Boden gerammt und die Zwischenräume mit Bohlen ausgefüllt. Eine Lausitzer Firma werde mit einem 55–Meter–Kran die Aufgabe erledigen. Das Baugerät werde von der Straße aus arbeiten und die gesamte Fahrbahnbreite einnehmen, sagte er. Damit sei dann auch das Schlupfloch für Kraftfahrer dicht, die sich derzeit nicht an die Ausschilderung halten. Die Arbeiten könnten aus Sicht des Baubetreuers auch erfolgen, falls nochmals etwas Frost kommt. „Ein paar Zentimeter machen nichts, da wird der Boden sogar trittsicherer. Es darf halt nur nicht lange knackige Kälte kommen.“
Wenn die Hilfsstützwand steht, kann mit den Vorbereitungen für die eigentliche Stützwand begonnen werden. Dazu würden alle drei bis vier Meter Stahlröhren mit 80 Zentimetern Durchmesser sechs bis acht Meter in die Tiefe getrieben, ebenfalls mit dem Kran von der Straße aus. Der obere Teil der Röhren werde dann mit Beton gefüllt und bilde die Gründung für die eigentliche Stützmauer. Die war ebenfalls noch einmal umgeplant worden, weil zuletzt auch Wasserquellen vom Wachtelberg hervortraten. Erst wenn die Mauer steht, folgt der Straßen– und Wegebau.
Beim Rammen würden übrigens Schwingungsmessungen erfolgen, um Auswirkungen auf die nahe stehenden Gebäude abzuschätzen. Beauftragte des Landesbetriebes hätten die Häuser zur „Beweissicherung“ bereits inspiziert und Vorschäden dokumentiert.
Torsten Bieder rechnet damit, dass die Arbeiten an dem rund 900 Meter langen Abschnitt der Landesstraße wahrscheinlich noch bis Jahresende andauern. Das Bauzeitende war schon mehrfach verschoben worden, zuletzt auf September 2019.
Begonnen worden war an der L 23 bereits 2007. Damals wurde die Stützmauer erneuert. Danach war die Strecke jahrelang nur einspurig passierbar mit Ampel. 2017 wurde schließlich mit dem Teilstück Torfhaus Hennickendorf begonnen, das 2018 fertig wurde. Nun fehlen noch die letzten Meter. (ufo)