Strausseepegel
: SPD-Chefin bringt juristische Schritte gegen Wasserverband Strausberg-Erkner ins Spiel

Strausbergs SPD-Vorsitzende Sibylle Bock fordert eine „Kriegskasse“ für den Fall, dass die Stadt juristisch gegen den WSE vorgeht.
Von
Martin Stralau
Strausberg
Jetzt in der App anhören

Ist angriffslustig: die Strausberger SPD-Stadtverordnete Sibylle Bock

Gerd Markert

Sonja Zeymer (UfW/Pro ­Strausberg) forderte, dass der Ausschuss sich für die Bereitstellung von Geld für den Haushalt 2021 stark machen solle, damit vorgeschlagene Maßnahmen aus dem Gutachten, vor allem hinsichtlich der Renaturierung von Zuflüssen, zeitnah umgesetzt werden könnten. "Die Haushaltsplanungen beginnen jetzt. Wenn wir nicht daran denken, haben wir am Ende nichts“, sagte sie.

Zustimmung gab es von Sibylle Bock (SPD). "Wenn wir unsere Ziele erreichen wollen, müssen wir dafür Geld im Haushalt einplanen“, sagte sie. Deutliche Kritik äußerte sie am WSE. „Ich bin nach wie vor der Meinung, wenn sie sich nicht bewegen, sollten wir da austreten. Die arbeiten gegen unsere Interessen. Vielleicht müssen wir da auch mal juristisch gegen vorgehen“, sagte Bock. "Das Wasser ist irgendwann weg, da müssen wir uns von einem Geschäftsführer, der größenwahnsinnig ist, nicht auf der Nase herumtanzen lassen.“ Bock forderte einen Haushaltsposten von mindestens einer Million Euro. Sie sprach von einer „Kriegskasse“. Wie das Geld verwendet werden solle, „darüber müssen wir uns im Detail noch unterhalten“. Bock forderte die Ausschussmitglieder auf, Lobbyarbeit bei den anderen Bürgermeistern der WSE-Verbandsversammlung zu machen. "Alle sind immer gegen Strausberg, weil sie das Problem nicht betrifft. Denen muss klar sein, dass wir hier alle an einem Strang ziehen müssen.“ Wenn der Ausschuss sich nicht dafür stark mache, dass dieser Bereich finanziell unterfüttert werde, "dann machen wir hier noch ein paar Gesprächsrunden und Fleißzirkel – und das war es dann“.

Am Ende sprachen sich die Mitglieder dafür aus, Geld unter dem Titel Renaturierung in den Haushalt einzustellen. Eine genaue Summe wurde offen gelassen. In die Stadtverordnetenversammlung am 10. September solle eine entsprechende Beschlussvorlage eingebracht werden. Wie letzte Woche bekannt wurde, gibt es am 8. September ein erstes Treffen zwischen Vertretern der Stadt, der Straussee-Taskforce und des Umweltministeriums zum Thema Straussee und Wasserversorgung.