Technik
: Fernsehen aus dem Mutterbauch

Die Strausberger Frauenklinik erweitert mit einem neu angeschafftem Ultraschallgerät ihre Möglichkeiten.
Von
MOZ
Strausberg
Jetzt in der App anhören

Moderne Ultraschallgeräte bieten ganz neue Vorsorge- und Behandlungsmöglichkeiten.

Franz Roge

Die Frauenklinik im Krankenhaus Märkisch–Oderland in Strausberg arbeitet seit Kurzem mit einem der modernsten Ultraschallgeräte weltweit, dem General Electrics E10, wie das Haus in einer Pressemitteilung informiert.

„Das Gerät liefert derart exakte Bilder, dass man praktisch alles außer der Augenfarbe des ungeborenen Kindes sehen kann“, sagt Prof. Dr. Janusz Bartnicki, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe. „Wir können das Kind von Kopf bis Fuß von außen und von innen betrachten und beurteilen, ob es insgesamt gut entwickelt ist.“ Das Ultraschallgerät sei Teil einer Reihe von Investitionen, die durch die Kooperation mit dem Krankenhaus in Gorzów Wielkopolski (Polen) möglich geworden sei. „2018 haben sich beide Häuser zusammengetan, um das Polnisch–Deutsche Forum für Gynäkologie zu gründen.“ Es seien neue Geräte angeschafft worden, die vieles ermöglichten, „was vorher nur in speziellen Kliniken gemacht werden konnte“, heißt es. Mit Hilfe des Ultraschallgeräts sei ein 3D–Videofilm vom eigenen Kind noch im Bauch der Mutter, eine Art „Baby–Fernsehen“, möglich. Das Gerät diene vor allem der vorgeburtlichen Diagnostik.

Das Forum setze auf Erfahrungsaustausch. Eine neue Übertragungstechnik ermögliche außerdem, dass Operationen aus dem OP in Strausberg nach Gorzów und umgekehrt übertragen werden können. Bis Ende Mai wurden 55 Eingriffe mit Patienten–Einwilligung übertragen.