Tödlicher Brand in Berlin-Mahlsdorf
: Andrang bei Spendenaktion sorgt für Stau

Nach dem tödlichen Brand in Berlin-Mahlsdorf zeigt sich eine enorme Hilfsbereitschaft. Spenden überfluten die Feuerwache, doch die Organisation stößt an ihre Grenzen. Wie geht es weiter?
Von
Dennis Lloyd Brätsch
Berlin
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Nach dem tödlichen Brand in Berlin-Mahlsdorf zeigten Menschen aus der Region am Mittwochabend (3. Dezember) ihre Anteilnahme.

Nach dem tödlichen Brand in Berlin-Mahlsdorf zeigten Menschen aus der Region ihre Anteilnahme. Der riesige Andrang führte sogar zu Stau auf den Straßen.

Dennis Lloyd Brätsch
  • Nach einem Brand in Berlin-Mahlsdorf starb ein siebenjähriger Junge; große Anteilnahme folgte.
  • Enorme Spendenbereitschaft führte zu Staus und überfüllten Sammelpunkten der Feuerwache.
  • Mehr als 85.000 Euro wurden über eine GoFundMe-Kampagne für die Familie gesammelt.
  • Sachspenden stapelten sich meterhoch; Organisatoren baten um keine weiteren Spenden.
  • Vor Ort legten Menschen Blumen nieder, entzündeten Kerzen und hinterließen Briefe.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Anteilnahme nach dem verheerenden Brand in Berlin-Mahlsdorf, bei dem am Montagabend (1. Dezember) ein siebenjähriger Junge ums Leben kam, ist überwältigend. Die Spendenbereitschaft für die betroffene Familie hat am Mittwoch ein Ausmaß erreicht, das selbst die Organisatoren überraschte – und die kleine Feuerwache in der Donizettistraße an ihre Grenzen brachte.

Schon kurz nach Beginn der angekündigten Sammelaktion um 15 Uhr herrschten in den umliegenden Straßen chaotische Zustände.

Autos stauten sich bis weit in die Nebenstraßen zurück, Anwohner mussten teils minutenlang warten, ehe sie überhaupt in die Nähe der Wache gelangten. Vor dem Gebäude bildete sich eine lange Schlange aus Menschen, die mit Kisten, Tüten, Koffern oder prall gefüllten Säcken darauf warteten, ihre Spenden abzugeben.

Enorme Spendenbereitschaft nach Brand in Mahlsdorf

In der Fahrzeughalle, die sonst Platz für die zwei Einsatzwagen der Freiwilligen Feuerwehr bietet, stapelten sich die Sachspenden bereits nach kurzer Zeit meterhoch. Auch die Sozial- und Aufenthaltsräume wurden zu Lagern umfunktioniert, doch auch dort war kaum noch ein Durchkommen möglich. Vor der Wache türmten sich Kartons und Tüten, provisorisch sortiert, immer wieder von Helfern verschoben – mehrere Lkw-Ladungen voll.

  • Die Sachspenden stapelten sich meterhoch in der kleinen Feuerwache an der Donizettistraße.

    Die Sachspenden stapelten sich meterhoch in der kleinen Feuerwache an der Donizettistraße.

    Dennis Lloyd Brätsch
  • Weil der Platz in der Wache rar wurde, mussten einige Sachen zwischenzeitlich vor der Wache gelagert werden.

    Weil der Platz in der Wache rar wurde, mussten einige Sachen zwischenzeitlich vor der Wache gelagert werden.

    Dennis Lloyd Brätsch
  • Die Spendenaktion musste aufgrund der hohen Spendenbereitschaft gegen 17.30 Uhr beendet werden. Es gab keinen Platz mehr.

    Die Spendenaktion musste aufgrund der hohen Spendenbereitschaft gegen 17.30 Uhr beendet werden. Es gab keinen Platz mehr.

    Dennis Lloyd Brätsch
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„Es ist unglaublich. Wir haben um 15 Uhr gestartet, aber schon viel früher kamen die Leute hier her, haben Sachen gespendet“, sagt Laura Gille von der Jungen Union, die die Aktion mitorganisiert hat. Noch immer klingt in ihrer Stimme ein Staunen mit. „Die Anteilnahme war unglaublich groß. Ich hatte viele Gespräche hier mit Leuten gehabt, die auch Tränen in den Augen hatten. Die auch einfach ihr Mitgefühl geäußert haben.“

Große Anteilnahme von Menschen aus der Region

Viele Menschen blieben nach dem Abgeben ihrer Spenden noch eine Weile stehen, sprachen miteinander, suchten Worte für das Unfassbare. Eine junge Frau hielt einen großen Müllsack mit frisch gewaschener Frauenbekleidung in den Händen: „Als ich davon erfahren habe, habe ich schnell ein paar Klamotten zusammengesucht, die ich nicht mehr benötige, um damit zu helfen.“

Der Andrang war so groß, dass die Organisatoren schon rund zwei Stunden nach Beginn der Aktion darum bitten mussten, vorerst keine weiteren Sachspenden mehr vorbeizubringen. Die provisorischen Sammelpunkte waren voll, Helfer kamen mit dem Sortieren kaum hinterher. Dennoch blieben die Menschen geduldig stehen – viele wollten unbedingt helfen, wollten der Familie zeigen, dass sie nicht alleine sind.

Mehr als 85.000 Euro Spendengelder gesammelt

„Wir danken jeden Einzelnen, der heute hier war, der sich irgendwie beteiligt hat. Wir hatten sogar Anrufe aus Hannover gehabt“, erklärte Laura Gille am Abend vor der Feuerwache, doch sie macht auch klar: „Es ist unglaublich viel zusammen gekommen, aber wir sorgen definitiv dafür, dass dann die Sachen, die von der Familie nicht gebraucht werden, an die Arche, oder das DRK, oder weitere Bedürftige weitergegeben werden. Es wird nichts verschwendet oder nichts weggeworfen. Wir kümmern uns darum, dass das dann an andere Familien weitergegeben wird.“

Auch vor dem betroffenen Haus in der Kieler Straße zeigten Menschen ihre Anteilnahme. Blumen wurden niedergelegt, Kerzen entzündet und Briefe hinterlassen.

Auch vor dem betroffenen Haus in der Kieler Straße in Berlin-Mahlsdorf zeigten Menschen ihre Anteilnahme. Blumen wurden niedergelegt, Kerzen entzündet und Briefe hinterlassen.

Dennis Lloyd Brätsch

An der Aktion beteiligt waren neben der Jungen Union auch der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Mahlsdorf, Foodwatch, die Mach-Mit-Kitas, mehrere Sportvereine aus Mahlsdorf sowie die CDU-Abgeordnete und Berliner Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch.

Parallel dazu wächst auch die finanzielle Unterstützung. Die GoFundMe-Kampagne, gestartet von einer Anwohnerin aus der Kieler Straße, hat inzwischen mehr als 85.000 Euro gesammelt – Geld, das der Familie direkt zugutekommen soll. Die Sachspenden wiederum sollen den dringendsten Bedarf decken. „Wir stehen dafür mit der Familie in Kontakt“, berichtet Laura Gille. Für weitere Spenden wurde die Mailadresse spendenkielerstr@gmail.com eingerichtet.