Nachdem Horst Hildenbrand mit seinem 80. Geburtstag das Amt des Altlandsberger Nachtwächters niedergelegt hatte, begann die Suche nach einem Nachfolger. Nach einer Aussprache in der Stadtverordnetenversammlung war klar, man kann Horst Hildenbrand als Mensch nicht ersetzen, aber das Amt des Nachtwächters mit neuem Leben erfüllen.

Der Chef bringt Sache in Schwung

Ulrich Handke wurde von seinem Chef, Stephen Ruebsam, Geschäftsführer des Schlossgutes Altlandsberg, gefragt, ob er sich das Amt des Nachtwächters vorstellen könne. So kam die Sache in Schwung, die jetzt mit der Übergabe der Ernennungsurkunde einen neuen Anfang nahm.

Altlandsberg

In seinen Worten zur Übergabe ließ Bürgermeister Arno Jaeschke seine Gedanken rund um das Amt schweifen. Der Beruf des Nachtwächters kam mit dem Bestehen der ersten größeren Städte im Mittelalter auf. Die Aufgabe des Nachtwächters war es, nachts durch die Straßen und Gassen der Stadt zu gehen und für Ruhe und Ordnung zu sorgen. Er warnte die schlafenden Bürger vor Feuern, Feinden und Dieben. Er überwachte das ordnungsgemäße Verschließen der Haustüren und Stadttore. Häufig gehörte es auch zu seinen Aufgaben, die Stunden anzusagen – weniger als Auskunft als mehr zur Anzeige, dass er seinem Dienst ordnungsgemäß nachging.
Das Aufgabengebiet des Nachtwächters in der heutigen Zeit ist jedoch ein ganz anderes. Sie sind als Stadtführer in der historischen Figur unterwegs und berichten auf unterhaltsame Weise aus der städtischen Geschichte und über die tägliche Arbeit des Nachtwächters.

Tolle Gäste und interessante Gespräche gewünscht

„Ich freue mich sehr, dass wir in Ulrich Handke jemanden gefunden haben, der das Ehrenamt des Altlandsberger Nachtwächters würdevoll weiterführen wird. In persönlichen Gesprächen mit ihm, habe ich ihn als aufgeschlossenen, stets freundlichen und sehr engagierten Menschen kennengelernt. Ulrich Handke schätzt die Geschichte und Geschichten im Allgemeinen und die von Altlandsberg im Besonderen“, sagte Jaeschke und wünschte, „tolle Gäste in unserer Stadt, interessante Gespräche sowie natürlich auch viel Spaß in Ihrer Tätigkeit.“