U-Bahn von Berlin bis Hönow: Sanierung der U5 kurzfristig abgesagt – wieso?

Die U5 fährt auch in den Sommerferien weiter: Das ist der Grund für die nun verschobene Sanierung der U-Bahnlinie von Hönow nach Berlin.
Jörg Carstensen/dpa- Die Sanierung der Berliner U5 zwischen Tierpark und Friedrichsfelde wurde kurzfristig verschoben.
- Grund sind Lieferverzögerungen neuer Weichen, die für die Arbeiten essenziell sind.
- Ursprünglich war die Bauphase von Ende Juni bis Ende August mit Ersatzverkehr geplant.
- Ein neuer Termin steht noch nicht fest; weitere Abstimmungen laufen.
- Folgen für andere Bauabschnitte der Linie U5 sind aktuell unklar.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Noch vor wenigen Tagen waren sich alle Beteiligten sicher: Am 30. Juni beginnt auf der Berliner U-Bahnlinie U5 eine der umfassendsten Sanierungen der vergangenen Jahre. Ersatzverkehr war geplant, Fahrgäste waren informiert, Baustellenpläne abgestimmt. Doch nun, kurz vor dem Start, passiert das Unerwartete – die Arbeiten werden verschoben. Der Grund dafür? Der liegt tiefer, als es auf den ersten Blick scheint.
Offiziell spricht die BVG von „Lieferverzögerungen bei den benötigten Weichen“, die kurzfristig gemeldet worden seien. Was zunächst technisch klingt, hat weitreichende Konsequenzen: Ohne die neuen Weichen können die Arbeiten im Abschnitt zwischen Tierpark und Friedrichsfelde nicht beginnen. Und damit entfällt nicht nur die Baustelle selbst, sondern auch der geplante Ersatzverkehr, der für tausende Pendler aus Berlin und Brandenburg bereits fest eingeplant war.
Die Bauarbeiten an der U5 sollten eigentlich von Ende Juni bis Ende August laufen. Der Betrieb zwischen Frankfurter Allee und Biesdorf-Süd wäre in dieser Zeit vollständig eingestellt worden. Geplant war ein umfangreicher Schienenersatzverkehr mit Bussen, ergänzt durch einen Pendelzug auf einem Teilstück – alles nun hinfällig. Stattdessen fährt die U5 vorerst wie gewohnt, ohne Einschränkungen. Ein Aufatmen für viele Fahrgäste – doch die Ungewissheit bleibt.
U5 der BVG: Neuer Termin für die Sanierung ist noch unklar
Denn wann die Arbeiten nachgeholt werden können, steht noch nicht fest. Laut BVG laufen derzeit „intensive Abstimmungen mit allen beteiligten Stellen“, um einen neuen Zeitplan zu finden. Die betroffenen Bauteile sind für den sicheren und flexiblen Betrieb der U-Bahn essenziell. Die Weichenanlagen ermöglichen es Zügen, zwischen verschiedenen Gleisen zu wechseln – und genau diese Anlagen sollten im Sommer ersetzt werden, da sie stark abgenutzt sind.
Die jetzt verschobene Maßnahme ist nur ein Teil eines größeren Bauprogramms, das die BVG bis ins Jahr 2028 entlang der gesamten Linie U5 verfolgt. Ziel ist es, die Infrastruktur zukunftsfest zu machen und sie für das neue digitale Zugsicherungssystem CBTC vorzubereiten, das perspektivisch kürzere Takte und eine höhere Kapazität ermöglichen soll. Auch barrierefreie Umbauten und Gleisverbindungen für flexiblere Betriebsabläufe gehören dazu.
Für viele Pendler waren die bevorstehenden Einschränkungen des U-Bahnverkehrs ein Ärgernis – doch sie hatten sich darauf eingestellt. Dass die Maßnahme nun verschoben wird, sorgt für gemischte Reaktionen. Manche sehen darin eine willkommene Atempause, andere fürchten einen organisatorischen Rückschlag mit Folgen für den gesamten Baukalender. Klar ist: Die Weichenlieferung verzögert nicht nur den konkreten Bauabschnitt, sondern stellt die gesamte Terminplanung der BVG auf die Probe.
Weiterer Bauabschnitt der U5 für Anfang September geplant
Ein weiterer Bauabschnitt steht bereits für Anfang September auf dem Plan: Vom 1. bis zum 5. September soll zwischen Hellersdorf und Wuhletal ein sogenannter „zweiter Stopfgang“ erfolgen, bei dem das Gleisbett maschinell verdichtet wird. Noch ist unklar, ob die aktuelle Verzögerung auch Auswirkungen auf diese Arbeiten haben könnte.


