Unfall in Berlin: 17-Jähriger verletzt mehrere Menschen bei Flucht vor Polizei

Ein 17-Jähriger hat bei der Flucht vor der Polizei in Berlin-Gesundbrunnen mehrere Menschen verletzt.
Sven Kaeuler/dpa- Ein 17-Jähriger flieht ohne Führerschein vor der Polizei in Berlin und verletzt dabei acht Menschen.
- Eine 25-jährige Fußgängerin erlitt lebensgefährliche Verletzungen, fünf weitere wurden leicht verletzt.
- Der Unfall ereignete sich in Berlin-Gesundbrunnen, der Fahrer prallte gegen eine Hauswand.
- Der Fahrer und seine Mitfahrer wurden festgenommen; Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung laufen.
- Feuerwehr war mit 22 Fahrzeugen und 60 Einsatzkräften vor Ort.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Ein 17-jähriger Autofahrer hat in Berlin bei der Flucht vor einer Polizeikontrolle fünf Menschen verletzt, darunter eine Passantin lebensgefährlich. Fünf Menschen wurden leicht verletzt, zwei weitere mussten medizinisch betreut werden, wie die Feuerwehr mitteilte.
Nach Angaben der Polizei war der Minderjährige am Mittwochabend (26. März) mit drei weiteren Insassen im Alter von 16 bis 19 Jahren in einem Carsharing-Auto im Bezirk Gesundbrunnen unterwegs.
Um sich der Kontrolle zu entziehen, steuerte der Fahrer zunächst rückwärts, dabei verletzte sich ein Polizist am Arm. Anschließend fuhr er mehrere Personen an und prallte schließlich auf dem Gehweg der Brunnenstraße mit dem Wagen gegen eine Hauswand. Die 25 Jahre alte Fußgängerin wurde dabei unter dem Fahrzeug eingeklemmt und erlitt lebensgefährliche Verletzungen. Polizeibeamte und Umstehende hätten der Frau Erste Hilfe geleistet. Sie kam in ein Krankenhaus.
Festnahme am Unfallort in Berlin-Gesundbrunnen
Der 17-Jährige wurde noch am Unfallort festgenommen. Er soll nach Polizeiangaben keine gültige Fahrerlaubnis haben. Auch seine Mitfahrer wurden vorläufig in Gewahrsam genommen. Gegen ihn werde wegen mehrerer Verkehrsstraftaten und gefährlicher Körperverletzung ermittelt, teilte die Polizei mit. Die Feuerwehr war mit 22 Fahrzeugen und 60 Einsatzkräften vor Ort.
Das Auto war ein Fahrzeug des Carsharing-Anbieters Miles. Eine Nutzung sei erst ab 18 Jahren möglich, sagte Miles-Sprecherin Nora Goette der Deutschen Presse-Agentur. In dem Fall des 17-Jährigen sei nach aktuellem Kenntnisstand ein zugelassener Account genutzt worden. „Die Log-In Daten inklusive persönlicher Pin zum Öffnen des Fahrzeugs wurden offenbar vom Account-Inhaber an eine minderjährige Person weitergegeben“, so Goette.
Das sei ein schwerer Verstoß gegen die Mietbedingungen. „Unsere Toleranz für ein solches Verhalten liegt bei null und unsere Gedanken sind bei der lebensgefährlich verletzten Frau und allen weiteren Betroffenen.“ „Bild“ berichtete, das Auto solle ersten Informationen zufolge über den Account der Mutter gemietet worden sein.

