In wenigen Tagen werden in Alt-Rüdersdorf die Bauarbeiten zur grundhaften Sanierung der Karl-Liebknecht-Straße beginnen. Das hat das Rathaus jetzt angekündigt. Zunächst werde das etwa 450 Meter lange Teilstück von der Woltersdorfer Straße bis zur Fürstenwalder Straße saniert, als Erstes der Wasserverband Strausberg-Erkner auf dem Abschnitt seine stark geschädigte Schmutzwasserkanalisation erneuern. Vorab hatte er bereits Trinkwasserleitungen ausgewechselt. Den Zuschlag für die Straßenbauarbeiten hat die Neuenhagener Firma Kanaro Tiefbau bekommen.
Laut Rathaussprecher Alexander Reetz wird die neue Fahrbahn, ausgenommen von einem kleinen Teilstück, bei dem es die Gegebenheiten nicht zulassen, auf einer Breite von sechs Metern asphaltiert. Zuvor kommen alter Asphalt und Pflaster raus, wird ein neuer Unterbau eingebracht.
Nach den Bauarbeiten werde die Strecke der Verkehrsbelastung deutlich besser gewachsen sein, schätzte Reetz ein. Zur besseren Ableitung von Regenwasser werde die Straße mit Bordsteinkanten eingefasst und von der Hans-Schroer-Straße bis zur ehemaligen Schule Regenkanalisation mit Einläufen verlegt. Ansonsten solle das Oberflächenwasser in Mulden versickern, hatte die Planerin bei einem Ortstermin im Juli erläutert.

Gehwege werden vorerst nur provisorisch hergestellt

Neben der grundhaften Erneuerung der Fahrbahn erfolgt auch die Anpassung der Anbindungen und Zufahrten. Überdies würden vorhandene Entwässerungsanlagen wiederhergestellt bzw. erweitert. Außerdem werden zwei Bushaltestellen erneuert und mit einem integrierten Blindenleitsystem am Boden ausgestattet.
Die Wege bleiben im Wesentlichen, wie sie sind. Für eine Erneuerung reiche das Geld nicht, so die Begründung. Bevor später neue kombinierte Rad-/Gehwege entstehen, bekommt die Straßenseite, die derzeit keinen Weg hat, einen 1,30 bis 1,50 Meter breiten „Laufstreifen“ aus Schotter-Splitt-Gemisch.
Im Zuge der Sanierung wird zudem der Potsdamer Platz komplett umgestaltet. Dort soll die große versiegelte Fläche ohne Regenentwässerung verkleinert werden. Auch die Verkehrsführung wird geändert. Nur noch die Hans-Schroer-Straße wird später auf die Karl-Liebknecht-Straße münden, die Altenaer Straße dann an die Schroerstraße angebunden. Die große Eiche auf dem Platz bleibt laut den Planungen stehen, zwei andere Bäume müssen indes weichen. Dafür sind Neupflanzungen vorgesehen.

Vollsperrungen werden vorab gesondert angekündigt

Gebaut werden soll zunächst zwischen der Woltersdorfer Straße und dem Potsdamer Platz bei laufendem Verkehr mit halbseitiger Sperrung und Baustellenampel. Auf dem schmaleren Teilstück vom Potsdamer Platz bis hin zum Schlossweg werde es zeitweise Vollsperrungen geben. Darüber werde vorab gesondert informiert, versprach der Verwaltungsmitarbeiter.
Die Bauarbeiten an diesem Teil der Alt-Rüdersdorfer Hauptdurchgangsstraße werden sich bis zum Oktober 2021 hinziehen. Die Gesamtkosten für die Straßeninstandsetzung belaufen sich nach Verwaltungsangaben auf rund 900.000 Euro. Finanziert wird der Ausbau vor allem aus der sogenannten Einstandszahlung des Landkreises, der die ehemalige Kreisstraße an die Kommune übertragen hatte.
2022 soll sich der nächste Bauabschnitt anschließen, das Stück vom jetzigen Bauende bis An den Windmühlen. Dafür sind insgesamt gut 1,3 Millionen Euro veranschlagt.