Pflege in Hoppegarten: Warum Seniorenzentrum in Birkenstein auch der Sicherheit hilft

Anwohner informieren sich bei einem Ortstermin über die Bauarbeiten zum Seniorenzentrum in Birkenstein. Der Neubau könnte auch Verbesserungen für Jung und Alt in Hoppegarten bringen.
Dirk Schaal- In Birkenstein entsteht bis Ende 2027 ein Seniorenzentrum mit 137 Pflegeplätzen.
- Wichtig für die Gemeinde: Der Bauherr tritt Land am Hönower Weg für einen Geh- und Radweg ab.
- Mit Gehwegen auf beiden Seiten wäre eine Querungshilfe möglich – eine Ampel gilt als unrealistisch.
- Anwohner kritisieren Staub und befürchten Lärm, die Stimmung bleibt jedoch überwiegend positiv.
- Vitanas betreibt die Einrichtung; Restaurantnutzung für externe Gäste ist noch offen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Welchen Vorteil haben eigentlich die Birkensteiner vom Bau des neuen Seniorenzentrums? Die Antwort könnte ausgerechnet vor dessen Haustür liegen. Denn mit dem Neubau wächst die Chance, ein Verkehrsproblem zu lösen, das Anwohner seit Jahren beschäftigt.
Nach mehreren Anläufen rollen auf dem Grundstück zwischen der Kita Birkenstein und dem S-Bahnhof jetzt die Bagger. Dort entsteht bis Ende 2027 ein modernes Seniorenzentrum mit 137 Pflegeplätzen.
Dass das Bauprojekt nun Realität wird, hat jedoch nicht nur mit dem steigenden Bedarf an Pflegeplätzen zu tun. Eine wichtige Voraussetzung für die Zustimmung der Gemeinde war eine Lösung für die Verkehrssituation am Hönower Weg.
Seit 2020 beschäftigte das Vorhaben immer wieder die politischen Gremien der Gemeinde Hoppegarten. Frühere Planungen stießen auf Kritik, weil sie als zu groß oder städtebaulich nicht passend angesehen wurden. Auch die Verkehrssituation spielte eine entscheidende Rolle. Erst nachdem der Bauherr Cureus zugesagt hatte, einen Grundstücksstreifen entlang des Hönower Wegs an die Gemeinde abzutreten, erhielt das Projekt grünes Licht.
Auf dem rund 6250 Quadratmeter großen Grundstück entstehen ein barrierefreies Seniorenzentrum mit Restaurant, Bibliothek, Friseur, Therapieräumen und Parkanlage. Betreiber wird die Vitanas GmbH. Insgesamt sollen dort 137 Plätze für die stationäre Pflege sowie Kurzzeit- und Verhinderungspflege entstehen.
Einfache Querung am Hönower Weg in Aussicht
Mindestens genauso wichtig wie das Gebäude selbst ist für viele Anwohner jedoch das, was davor entstehen könnte. Entlang des Hönower Wegs gibt es bislang nur auf der Seite der alten Siedlung Birkenstein einen Gehweg. Wer aus Neu-Birkenstein oder vom S-Bahnhof in die alte Siedlung gelangen will, muss die stark befahrene Straße ohne sichere Querungsmöglichkeit passieren. Umgekehrt gilt das Gleiche für Birkensteiner auf dem Weg zum Bahnhof. Gerade für Schulkinder und Senioren ist die Situation seit Jahren problematisch.
Nach Angaben von Ortsvorsteher Stefan Radach (SGB/CDU) war deshalb die Abtretung des Grundstücksstreifens Voraussetzung für die Zustimmung der Gemeinde. Auf der Seite des Seniorenzentrums soll ein Geh- und Radweg entstehen. Die Eigentümerin des benachbarten Grundstücks habe sich zudem bereit erklärt, einen schmalen Streifen für die Fortführung eines Gehwegs zu verkaufen. Ein Radweg sei auf diesem Abschnitt allerdings nicht vorgesehen.
Der neue Gehweg soll bis zur Feuerwehrzufahrt der Kita Birkenstein reichen. Weil damit auf beiden Seiten des Hönower Wegs Gehwege vorhanden wären, könnte dort nach Angaben Radachs auch die seit Langem gewünschte Querungshilfe eingerichtet werden. Das Land habe signalisiert, eine solche Querungsmöglichkeit zu genehmigen, wenn die Gemeinde die Voraussetzungen schafft. Eine Ampel sei nach Aussage des Landebetriebs wegen des vergleichsweise geringen Verkehrsaufkommens jedoch nicht realistisch. Für Fußgänger würde der Weg zwischen der alten Siedlung Birkenstein, Neu-Birkenstein und dem S-Bahnhof dennoch deutlich sicherer.
Bei einem Informationsgespräch am 7. Juli für die unmittelbaren Anwohner spielten neben der Verkehrslösung auch die ersten Auswirkungen der Bauarbeiten eine Rolle. Mehrere Anwohner beklagten die starke Staubentwicklung während der trockenen Witterung. Ein junger Anwohner äußerte außerdem die Sorge, dass durch Anlieferungen und Müllentsorgung zusätzlicher Lärm entstehen könnte.
Positive Stimmung bei den Anwohnern
Die Stimmung überwog dennoch deutlich positiv. Ein Mitarbeiter des Bauherrn berichtete, dass externe Gäste Restaurants an anderen Vitanas-Standorten nutzen können. Ob das später auch in Birkenstein möglich sein wird, steht allerdings bislang nicht fest.
Besonders groß ist die Vorfreude bei zwei älteren Birkensteinerinnen. Sie hoffen, im Bedarfsfall einen Platz im neuen Seniorenzentrum in ihrer vertrauten Umgebung zu bekommen und dadurch ihr soziales Umfeld behalten zu können. Ebenso hoffen sie, dort künftig vielleicht auch als Gäste zum Mittagessen einkehren zu können. Für sie wäre das neue Seniorenzentrum nicht nur ein Ort zum Wohnen, sondern ein Stück Heimat, das erhalten bleibt.


