Vermisst in Altlandsberg: Suche nach Pflegeheim-Bewohner bei Minusgraden im Wald

Bei eisigen Temperaturen wurde in der Nacht zu Freitag (1. Dezember) ein Mann aus einem Pflegeheim in Wilkendorf als vermisst gemeldet, die Polizei suchte mit Hubschraubern, Drohnen und Fährtenhunden.
Dennis Lloyd BrätschIn Wilkendorf hat es in der Nacht zum Freitag (1. Dezember) eine größere Vermisstensuche gegeben. Gesucht wurde nach einem 50-jährigen Mann mit Pflegestufe fünf, der von einem Pflegeheim in Wilkendorf vermisst gemeldet wurde. Bei eisigen Temperaturen in der Nacht von bis zu minus zwölf Grad versuchte die Polizei alles, um den Mann zu finden.
„Die Suche hat ein glückliches Ende genommen, wir haben den Mann am Morgen in einem Waldstück unweit der Einrichtung lebend gefunden“, berichtet Jens Ortmann, erster Polizeihauptkommissar der Polizeiinspektion Märkisch-Oderland. Es sei ein Wunder, dass der Mann noch leben würde bei derzeitigen Temperaturen um minus zehn Grad. Bis auf leichte Erfrierungen gehe es dem Mann gut. Er werde jetzt im Krankenhaus behandelt. Gerettet habe ihn vermutlich, dass er immer in Bewegung geblieben ist. „Sonst wäre er wahrscheinlich erfroren“, so Ortmann. Warum der Mann bei diesen Witterungsverhältnissen losging, ist unklar. Suizidabsichten oder dergleichen seinen eher unwahrscheinlich, hatte ihn am Morgen noch seine Mutter besucht und nichts Ungewöhnliches festgestellt.

Einsatzkräfte suchten in einem Waldstück bei Wilkendorf nach dem vermissten Mann.
Dennis Llyod BrätschNeben den „normalen“ Einsatzkräften der Strausberger Polizei waren auch Einsatzkräfte einer Bereitschaftspolizei (Hundertschaft), der Polizeihubschrauber, Fährtenhunde und die Drohne der freiwilligen Feuerwehr Vogelsdorf an der Suche beteiligt.
Das Suchgebiet war ein Wald bei Wilkendorf, Altlandsberg am Golfplatz. Nördlich des Ortes in Richtung der Bundesstraße 168 zur Ortschaft Stadtstelle hin.
