Wasserhaushalt
: Petition findet 1880 Unterstützer

Initiator schlägt dezentrale Abwasserklärung vor und will zentrale Kanalisation kleinteilig rückbauen.
Von
Jens Sell
Strausberg
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In den meisten Haushalten wird das Warmwasser in einer zentralen Wasserversorgung erhitzt - nicht direkt am Hahn, sondern in der Heizung im Keller. Strausberger wollen das gern ändern.

Robert Günther/dpa

Die vom Stadtverordneten Jens Knoblich (Die Fraktion: grün, liberal, bürgernah) gestartete Internet–Petition "Abwasservertrag stoppen — alternative Lösungen finden“ ist von 1880 Menschen unterzeichnet worden. Das zeige, dass den Menschen bewusst sei, dass sie mehr für den Wasserhaushalt in der Region tun müssen, kommentiert Knoblich. Dabei sei allen klar, dass man nicht so ohne Weiteres das gesamte Abwasser nicht mehr nach Münchehofe pumpen könne: „Aber sicherlich lässt sich kleinteilig die Zentralisierung des Abwassers rückbauen, Kleinkläranlagen in kleineren Ortschaften betreiben und somit wenigstens ein Teil dafür tun, um hier eine Verbesserung zu bewirken.“

Laut Knoblich erwarten die Bürger, dass man Lösungen sucht, die die zu erwartenden Probleme jetzt angehen. Dazu müsse man sich Partner aus allen Bereichen heranholen und gegebenenfalls auch an die Gesetzgeber herantreten, um neue Möglichkeiten zu erörtern. „Bislang sieht man aber hier keinerlei Signale des Wasserverbandes, etwas ändern zu wollen“, sagt der Initiator der Online–Petition. Deshalb sei diese Petition immer noch wichtig.

Die Unterschriftenlisten würden nach der Kommunalwahl den Verbandsmitgliedern des Wasserverbandes Strausberg–Erkner übergeben. Diesen Termin habe er bewusst so gewählt, um das Thema nicht zum Spielball der Kommunalwahl zu machen. Das habe bislang schon sehr gut funktioniert.