Weihnachtsmärkte: Märchen, Stollen, Bastelei - es weihnachtet in Märkisch Oderland
Einen etwas holprigen Start erlebte die Premiere des gemeinsamen Weihnachtsmarktes von Gewerbeverein und Museumspark Rüdersdorf. Schon im Vorfeld hatte es Kritik am Eintritt gegeben (ein Euro für alle ab zwölf Jahre). Zur Eröffnung am Freitagabend bremste mieses Wetter den Besucherstrom, fiel auf der Bühne der Strom aus. Das ließ sich indes verschmerzen, gab es doch beim Stollenanschnitt am Sonnabend für Bürgermeisterin Sabine Löser eine alternative Möglichkeit, Dankesworte an alle Helfer zu richten. Dann wurde in der ersten Nacht auch noch ein Exemplar vom Baumschmück-Wettbewerb der Schulen gestohlen ...
Am Sonnabend kamen nach Gastgeberangaben aber über 5000 Besucher zum Märchenzauber zwischen Rumfordöfen und Torellhaus. Dort war einiges vorbereitet. Schausteller und Stände mit Deftigem und Süßem, und gerade für jüngere Gäste der Märchenparcours mit Geschichten von Aschenputtel bis Tapferes Schneiderlein. Dem Wolf im Bett aus Rotkäppchen wollte mancher Knirps aber lieber nicht zu nahe kommen. Station in der Heinitzstraße machte der Märchentruck von Tränklers Puppenbühne, es gab Märchenstunden an verschiedenen Punkten und Bastelangebote im Magazingebäude. Zudem war vom früheren Standort am Markt das durchgängige Bühnenprogramm übernommen worden, waren Vereine wie Schützen oder Karnevalisten mitgezogen und auch andere Mitstreiter. Zum Beispiel Familie Martin mit ihren Holzarbeiten. Sie konnte sich mit manchen neuen Gegebenheiten nicht anfreunden. Ortsvorsteher Detlef Adler kündigte an, man werde sich im Anschluss mit den Beteiligten zusammensetzen, auswerten und Schlüsse für die nächste Auflage ziehen. Die Örtlichkeit sei in jedem Falle besser geeignet, fand er.
In Müncheberg musste der Nikolauslauf wegen zahlreicher Krankmeldungen potenzieller Teilnehmer zwar ausfallen, der Weihnachtsmarkt selbst auf dem Marktplatz wurde von den meisten aber als Erfolg bewertet. So hatte Ingrid Zabel an ihrem Stand mit Marmeladen, Handtuchkerzen und Sternen schon am Freitag zum Auftakt guten Umsatz gehabt, auch die Reihen der Weihnachtsbäume, die das Stadtforst-Team im Angebot hatte, waren gelichtet. Die Nordmanntanne werde zwar zugekauft, Küstentanne und Kiefer kämen aber aus eigenem Bestand, wie Andreas Christoffel erklärt. Der Imkerverein zeigte Präsenz, die Neubürger Caroline und Mirko Funke mit Honigwein, auch Räucherfisch sowie eine große Kuchenauswahl am Stand der Schule und arabische Falafel sowie Kekse mit Datteln fehlten nicht. Mittendrin Jaqueline Gammelin mit Duftkerzen, Schmuck und mehr oder das Fotozelt von Katharina Richter, während Kita-Kinder und Posaunenchor zwischendurch für Programm sorgten. Weihnachtswichtel, Sterne und mehr hatten Juliane Werth und Marika Perleberg von der Obersdorfer Kita Pusteblume zu bieten. Teilweise schon seit Oktober wurde gebastelt, die Gestecke entstanden bei einem stimmungsvollen Elternnachmittag vor zwei Wochen. Über acht Stunden hat auch der Feuerwehrnachwuchs Plätzchen gebacken, Figuren und Adventsgestecke gefertigt, berichtete Stadtjugendwart Thomas Esbach. Der Erlös fließt in einen Gemeinschaftsabend aller Ortsjugendwehren.
Als erfolgreich kann auch der Markt in Altlandsberg eingestuft werden. Das Areal rund um die Stadtkirche war gleich am Nachmittag gut gefüllt. Matschige Bereiche waren noch kurz vorher mit Stroh für Gäste erst betretbar gemacht worden. An den Ständen gab es Kunstgewerbliches und Kulinarisches, Gartenbahner hatten ihre Modelle mitgebracht, Schafe ließen sich vom Trubel wenig stören, selbst als nebenan das Programm begann. Gäste konnten zudem einen Blick in die Kirche werfen.
Einiges los war auch am Anger in Petershagen im Doppeldorf. Traditionell wurde an der Angerscheune gemeinsam gesungen, hatte der Heimatkundeverein das Büdnerhaus geöffnet, gab es ein Programm von Schülern ...








