Wohnung in Strausberg: Bürger sollen bei Projekt in Ernst-Thälmann-Straße mitreden

Die heruntergekommenen ehemaligen Bürogebäude in Strausberg sollen einem neuen Wohnquartier weichen: Interessierte können sich an dem Vorhaben beteiligen.
Anna Dünnebier/Stadt Strausberg- In Strausberg sollen fünf mehrgeschossige Wohnhäuser mit 45 Einheiten entstehen.
- 70 % der Wohnungen könnten sozial gefördert und somit günstiger vermietet werden.
- Bürgerbeteiligung am 17. Februar, 18:30 Uhr, in der Stadtverwaltung Strausberg.
- Spielplatz, Weg zur Tramhaltestelle und 57 Parkplätze sind geplant.
- Bebauungsplan vom 1. Februar bis 1. März online und vor Ort einsehbar.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
An der Ernst-Thälmann-Straße in Strausberg, wo einst die Büros des Brandenburgischen Straßenbauamts waren und sich heute noch die Überreste eines Landhauses im Fachwerkhausstil mit Turmdach befinden, soll bezahlbarer Wohnraum entstehen.
Die Stadt Strausberg hatte im Juni 2025 die Aufstellung des entsprechenden Bebauungsplans „Ernst-Thälmann-Straße Nord-West“ beschlossen. Nun steht der Termin für eine frühzeitige Bürgerbeteiligung fest, wie Stadtsprecherin Anna Dünnebier mitteilt.
Alle an dem Projekt Interessierten sind am Dienstag, 17. Februar, zu einer Informations- und Austauschveranstaltung um 18.30 Uhr im Raum 3.48 der Stadtverwaltung Strausberg in der Hegermühlenstraße 58 eingeladen. Dort stellt der Fachbereich Technische Dienste das Bauvorhaben vor und erläutert Ziele, Hintergründe und Auswirkungen. Strausbergerinnen und Strausberger können zum Termin eigene Hinweise und Anregungen einbringen. Diese fließen anschließend in die weitere Planung ein, heißt es seitens der Verwaltung. Auch im Voraus eingereichte Stellungnahmen werden berücksichtigt.
Fünf mehrgeschossige Wohnhäuser entstehen
Geplant ist die Errichtung von fünf mehrgeschossigen Wohnhäusern mit insgesamt 45 neuen Wohneinheiten. Dabei entstehen 21 Zweiraum-, 14 Dreiraum- und zehn Vierraumwohnungen. Wie der zuständige Projektentwickler Günter Peiritsch in den Fachausschüssen erläutert hatte, könnten 70 Prozent der Wohnungen sozial gefördert werden, also zu günstigeren Mieten angeboten werden.
Welche Baumaterialien verwendet werden, stand bei der Vorstellung des Vorhabens bislang nicht fest. Man wolle prüfen, ob nachhaltige Lösungen infrage kommen, hieß es vonseiten des Planers. Ob das neue Quartier an das Strausberger Fernwärmenetz angeschlossen werden kann, sei ebenfalls zu prüfen, so die Aussage damals.

Das noch vorhandene Fachwerkgebäude auf dem Gelände bleibt nicht erhalten, da sein baulicher Zustand eine wirtschaftliche Sanierung nicht zulässt, heißt es.
Anna Dünnebier/Stadt StrausbergPeiritsch betreute unter anderem auch ein Vorhaben für eine städtische Wohnungsbaugesellschaft in Berlin und habe die Expertise, günstig zu bauen, wie er bei der Vorstellung erklärte. Es ist auch an Stellplätze auf dem rund 6000 Quadratmeter großen Gelände gedacht: 39 unterirdische und 18 oberirdische Parkmöglichkeiten für Mieterinnen und Mieter sollen geschaffen werden, sieht der Plan vor.
Öffentlicher Weg zur Tramhaltestelle vorgesehen
Des Weiteren soll das neue Wohnquartier einen Spielplatz und einen öffentlichen Weg zur nahegelegenen Straßenbahnhaltestelle Hegermühle bekommen. Der vorhandene Baumbestand bleibt erhalten, teilte der Projektentwickler mit; Regenwasser soll auf dem Grundstück gehalten werden.
Laut des Leiters des zuständigen Fachbereichs, Markus Czychi, ist das geplante Vorhaben grundsätzlich als städtebaulich verträglich bewertet worden. Ziel in Strausberg ist vor allem die Innenstadtverdichtung. Das neue Quartier in der Nähe des Handelscentrums wird auf einer Brache errichtet, die einige in der Stadt als äußerst störend empfinden.
Die Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung sahen das ähnlich und stimmten im Juni allesamt für den Aufstellungsbeschluss des Bebauungsplans.
Wo weitere Informationen zu finden sind
Die Unterlagen zum Bebauungsplan werden vom 1. Februar bis einschließlich 1. März online einsehbar sein: sowohl auf der Internetseite der Stadt Strausberg als auch im zentralen Planungsportal des Landes Brandenburg.
Zusätzlich können die Dokumente während der Sprechzeiten im Raum 3.02 des Verwaltungsgebäudes, Hegermühlenstraße 58, eingesehen werden. Die Sprechzeiten sind dienstags von 8.30 bis 12 Uhr sowie von 13 bis 18 Uhr und donnerstags von 8.30 bis 12 Uhr sowie von 13 bis 16 Uhr.
Anfragen können außerdem telefonisch unter 03341 381 331 oder per E-Mail gestellt werden. Ansprechpartner für Fragen ist Julius Hollnagel aus dem Fachbereich Technische Dienste der Stadtverwaltung.
