Zukunft
: Fridays for Future umstritten

Schüler aus Strausberg und Umgebung müssen für ihre Teilnahme an den Klimaschutz-Demonstrationen einen Fehltag in Kauf nehmen.
Von
Annika Funk
Strausberg
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Setzen sich für die Umwelt ein: Louisa aus der Klasse 10, Lukas aus der 5a, Florian aus der 6a und Emil aus der Klasse 6b der bundtStift-Schule in Strausberg demonstrierten mit zahlreichen anderen "Fridays for Future"-Aktivisten für den Klimaschutz.

Annika Funk/MOZ

Ein Bericht Mitte Januar habe sie nachdenklich gestimmt. Sie wollte von dort an etwas unternehmen: „Ich wollte nicht einfach vor dem Fernseher sitzen und das Thema an mir vorbeiziehen lassen“, betont sie. Daher sei sie auch mit vielen anderen Schülern der „Fridays for Future“-Bewegung auf die Straße gegangen.

Daraufhin habe sie einen Brief an die Schulleitung geschrieben, mit dem Ziel, gemeinsam mit der Schule am 15. März für ein besseres Klima zu demonstrieren. „Ich wünsche mir, dass die Leute nicht einfach nur daneben stehen, sondern selbst ein Teil davon werden“, sagt die Zehntklässlerin.

Nach einer dreiwöchigen schul­internen Vorbereitung, auch mit Hilfe des Kinder- und Jugendparlaments, habe die Schulleiterin Linda Krannich es ihren Schülern einmalig ermöglicht, am weltweiten Aktionstag zu streiken.

Freistellung für Demonstration

„Wir wollen signalisieren, dass wir nicht dagegen sind“, begründet sie. Allerdings sei diese Freistellung eine Ausnahme gewesen, denn es gilt für alle die Schulpflicht. Schüler, die für weitere Demonstrationen fehlen, müssen einen Fehltag in Kauf nehmen.

Auch Lehrer der Schule freuen sich über den Einsatz: „Ich bin sehr angetan, wie Schüler, die bis vor einem Jahr noch nichts Politisches gemacht haben, jetzt so eine Aktion starten“, sagt die Theaterlehrerin Dorica Poggi. Die Kinder seien auch außerhalb nun aktiv und würden sich für fleischfreie Tage an der Schule einsetzen. Des Weiteren überlege Lehrer Gunther Zilz auch, wie man Fridays for Future in den Unterricht einbeziehen kann.

Die 16-jährige Lea vom Theodor-Fontane-Gymnasium schätzt besonders die Gemeinschaft und, dass die Aktivisten  präzise Vorschläge anbringen und nicht nur sagen, dass sich etwas ändern muss. In einer Strausberger WhatsApp-Gruppe von Fridays for Future ist sie aktiv und tauscht sich mit anderen engagierten Schülern aus. An ihrer Schule werde die Bewegung zwar von einigen Lehrern unterstützt, doch die Schulleitung befürworte die Demos nicht. Lea sieht ein Problem darin, dass einige Schüler zu den Klimastreiks gehen, um zu schwänzen, und nicht, um etwas zu verändern. Sie möchte für die Umwelt-Thematik mehr Bewusstsein schaffen und hält dafür im Geografieunterricht einen passenden Vortrag zu Klimagefährdung und Klimaschutz in Europa.

Am Einstein-Gymnasium in Neuenhagen und am Friedrich-Anton-von-Heinitz-Gymnasium in Rüdersdorf steht ebenso die Schulpflicht an erster Stelle. „Wir haben grundsätzlich kein Verbot, aber eine klare Regelung“, betont Gabriele Schölzel, die Schulleiterin des Heinitz-Gymnasiums. Es gebe daher keine Beurlaubung, sondern einen unentschuldigten Fehltag. Das Gleiche gelte für die Schüler am Einstein-Gymnasium .

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Hier beginnt der Infotext fett und danach wieder normal⇥Autor XXX