Bundesministerium
: Nur vier von 133 Abteilungsleitern aus dem Osten

In den Bundesministerien gibt es kaum Abteilungsleiter aus Ostdeutschland. Heftige Kritik kommt seitens des Ostbeauftragten Matthias Höhn.
Von
dpa
Berlin
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Matthias Höhn, der Ostbeauftragter der Linken-Fraktion im Bundestag kritisierte, dass es in den Bundesministerien kaum Abteilungsleiter aus Ostdeutschland gibt.

Christophe Gateau/dpa

In den Bundesministerien gibt es kaum Abteilungsleiter aus Ostdeutschland. Gerade mal 4 von insgesamt 133 Posten waren Ende August mit Beamten besetzt, die in einem der neuen Länder geboren sind, wie das Innenministerium auf Anfrage des Linken–Bundestagsabgeordneten Matthias Höhn mitteilte. Demnach findet sich jeweils ein Abteilungsleiter im Auswärtigen Amt, im Landwirtschaftsministerium, im Familienministerium und im Bildungsministerium. Im Bundeskanzleramt habe es es keinen einzigen ostdeutschen Topbeamten gegeben.

Kritik vom Ostbeauftragten Matthias Höhn

Matthias Höhn, der Ostbeauftragter der Linken–Fraktion im Bundestag ist, kritisierte: „Auch nach 30 Jahren gehören Ostdeutsche zumeist zu den Rädchen im Getriebe als zu denjenigen, die lenken und entscheiden.“ Er forderte, dass eine angemessene Vertretung von benachteiligten Gruppen und Geschlechtergerechtigkeit Leitpunkte der Bundespolitik sein müssten – auch in Personalfragen. Bei einem Bevölkerungsanteil von 17 Prozent machten Abteilungsleiter aus Ostdeutschland nur einen Anteil von drei Prozent aus. Im Jahr 2018 seien ebenfalls nur vier von 120 Stellen (ohne Kanzleramt) von gebürtigen Ostdeutschen besetzt gewesen, erklärte Höhn.