Blockaden von Klimaschutz-Demonstranten in Berlin haben erneut zu Behinderungen im Berufsverkehr geführt. Nach Polizeiangaben haben 43 Aktivistinnen und Aktivisten am Freitagmorgen auf der A113 an der Autobahnausfahrt Sachsendamm im Stadtteil Schöneberg demonstriert. 24 von ihnen hätten sich an der Fahrbahn festgeklebt. Dafür wurden unterschiedliche Mittel genutzt, wie eine Polizeisprecherin erklärte. Neben Sekundenkleber und Schnellkleber verwendeten einige Teilnehmer auch Schnellbeton.

Vielfältige Mittel verwendet

„Für uns als Polizei geht es darum, schnell diese Blockaden zu lösen“, erklärte die Sprecherin. Dafür würden verschiedene Öle wie Sonnenöl - teils mit Aceton gemischt - genutzt. In besonders schwierigen Fällen würden auch mechanisches Werkzeug wie Meißel und Hammer gebraucht. Dies war nach Angaben der Polizei auch am Freitagmorgen der Fall. Rund zwei Stunden habe es gedauert, bis die Straße geräumt gewesen sei. Im Anschluss sei die Fahrbahn gereinigt worden. Alle Teilnehmenden seien vorrübergehend im Gewahrsam gewesen, um ihre Personalien festzustellen.

Immer wieder Protestaktionen

Die Gruppe „Letzte Generation“ hatte zuletzt immer wieder Straßen im Berliner Stadtgebiet blockiert. Sie fordert von der Bundesregierung mehr Maßnahmen im Kampf gegen den Klimawandel. Viele Demonstrantinnen und Demonstranten kleben ihre Hände an der Straße fest, um zu verhindern, dass die Polizei sie schnell wegträgt.
Aus dem politischen Raum und auch von Polizeigewerkschaften kommen Forderungen, Strafverfahren gegen Blockierer zu beschleunigen und die Personen schneller zu verurteilen. Justizsenatorin Lena Kreck (Linke) sprach sich jedoch entschieden gegen eine Einmischung in Ermittlungen aus. Es sei jedoch mit den Innenbehörden vereinbart worden, die Zusammenarbeit im Komplex „Aufstand der letzten Generation“ von Berliner Staatsanwaltschaft und Polizei weiter zu optimieren.