Aktion in Brandenburg
: Warum heute die Kirchenglocken länger läuten

In manchen Orten in Brandenburg fangen die Kirchenglocken am Abend an zu läuten. Welche Gemeinden beteiligen sich an der Aktion und was steckt dahinter?
Von
Johannes Leichsenring
Frankfurt
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Kirchenglocke vor einem Abendhimmel: Europaweite Aktion findet auch in Brandenburg statt und lässt ab 18 Uhr die Kirchenglocken besonders lange läuten. (Symbolbild)

Kirchenglocke vor einem Abendhimmel: Eine europaweite Aktion findet auch in Brandenburg statt und lässt am Abend die Glocken der Kirchen besonders lange läuten. (Symbolbild)

Bernd Wüstneck /dpa
  • Am 9. Mai läuten Kirchenglocken in Brandenburg für 15 Minuten, Teil der Aktion "Europe Rings For Peace".
  • Die evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) beteiligt sich daran.
  • Über 100 Gemeinden europaweit nehmen teil, darunter Woltersdorf, Grünheide und Kagel.
  • Die Aktion erinnert an das Kriegsende vor 80 Jahren und setzt ein Zeichen für Frieden.
  • Schulen und Rathäuser sind eingeladen, teilzunehmen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Wenn Kirchenglocken außergewöhnlich lange läuten, kann das eine Warnung sein. Zumindest war das früher oft so. Das Sturmläuten wurde durch die Sirenen der Feuerwehren und andere öffentliche Warnsysteme abgelöst.

Kirchenglocken können auch eine frohe Botschaft verkünden – wie am Tag der Papst-Wahl. In vielen Städten wurde die Botschaft mit 15-minütigem Geläut verkündet. Warum aber läuten heute (9.5.) in Brandenburg manche Kirchturmglocken ab 18 Uhr für 15 Minuten?

Grund dafür ist eine europaweite Aktion mit dem Namen „Europe Rings For Peace – Europäisches Friedensläuten“. Die evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) nimmt wie viele andere Kirchengemeinden am Friedensläuten teil. Unter anderem beteiligen sich die Gemeinden in Woltersdorf, Grünheide, Kagel, Spreenhagen, Markgrafpieske und Neu Hartmannsdorf. Insgesamt würden sich über 100 Gemeinden in Europa beteiligen, informiert die Kirche.

In Brandenburg wurde Kriegsende vor 80 Jahren gedacht

Die Aktion will am Europatag (9. Mai) ein Zeichen ohne Worte setzen, das jeder verstehen kann. Auch Schulen und Rathäuser werden eingeladen, an der Aktion teilzunehmen. Initiiert wird sie von dem evangelisch-lutherischen Kirchenbezirk Chemnitz und dem Verein Kulturkirche 2025. Chemnitz ist dieses Jahr Kulturhauptstadt Europas. An der Aktion nehmen auch die Chemnitzer Partnerstädte Nova Gorica (Slowenien) und Gorizia (Italien) teil.

Einen Tag zuvor wurde in Brandenburg, Deutschland und der Welt intensiv dem Ende des 2. Weltkrieges vor 80 Jahren gedacht. Dieses Gedenken geschah auch unter dem Eindruck, dass in Europa, aber auch im Nahen Osten und in anderen Weltregionen Kriege herrschen.