Angeln in Berlin-Spandau
: Hecht, Zander und Barsch in der Havel – Tipps für Angler

Raubfische wie Zander, Hecht und Barsch fressen sich in der Havel für ihre Winterruhe satt. Zwei Experten geben Tipps fürs Angeln in Berlin-Spandau.
Von
Pamela Kaethner
Spandau
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Fisch-Bestandsaufnahme im Bodensee: 16.09.2024, Baden-Württemberg, Langenargen Am Bodensee: Ein Fischer hält auf dem Bodensee einen Hecht in der Hand, nachdem dieser mit einem Netzes im Auftrag der Fischereiforschungsstelle Langenargen gefangen wurde. Der Hecht wurden am frühen Morgen mit einem Netz gefangen. Der gesamte Fang ist Teil einer Fisch-Bestandsaufnahme, die die FFS alle fünf Jahre macht. (zu dpa: «Bodensee-Inventur: Rätsel um einen verschwundenen Fisch») Foto: Felix Kästle/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Auch in Havel in Spandau ist es im Herbst nicht ungewöhnlich, einen Hecht zu fangen. Zwei Experten verraten einige Stellen zum Angeln.

Felix Kästle/dpa
  • Herbst ist ideale Zeit für Raubfisch-Angeln in Berlin-Spandau.
  • Experten geben Tipps für beste Angelstellen an der Havel.
  • Michael Roloff empfiehlt Tiefwerder Wiesen und seichte Bereiche.
  • Milan Müller rät zu Freybrücke und Schilfkanten für Raubfische.
  • Angelkarten erhältlich bei verschiedenen Stellen in Berlin.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Wenn die Havel in der Herbstsonne glitzert, zieht es Angler ans Wasser. Denn nun sind die Raubfische besonders aktiv. Auch Gelegenheitsangler kommen jetzt auf ihre Kosten, wenn sie ein paar Dinge beachten. Zwei Experten geben Tipps fürs erfolgreiche Angeln.

Michael Roloff ist ein Spandauer Original und seit seiner Jugend leidenschaftlicher Angler. In der Groenerstraße 17 führt er einen kleinen Tabakladen mit gut sortiertem Angelbedarf. „Zander, Hecht und Barsch futtern sich jetzt den Winterspeck an“, sagt er.

Tipps für Angler – hier lassen sich Hecht und Zander fangen

Die Fische seien von Oktober bis Dezember gut zu beangeln, bevor sie mit den kühleren Wassertemperaturen ihren Stoffwechsel herunterfahren und sich kaum noch bewegen. Zumal: Ab dem 1. Januar beginnt in Berlin die Schonzeit für Hecht und Zander. Der Barsch darf weiter gefangen werden.

„Hechte fängt man auch jetzt noch dort, wo es nicht allzu tief ist. Sie verstecken sich gern bei den Stängeln der Seerosen, die ihre Blätter schon abgeworfen haben“, so Michael Roloff. Der Zander sei vor allem in der kanalisierten Havel unterwegs, also in der Fahrrinne für die Boote, nur es nicht leicht, dort mit der Angelausrüstung heranzukommen.

Die besten Erfolgsaussichten habe, wer vom Boot aus fange. An der Spandauer Havel gibt es relativ wenige Uferbereiche, die wirklich gut zum Angeln geeignet sind. Roloff selbst angelt meist vom Boot aus, am liebsten in den Tiefwerder Wiesen. Das ist in diesem Naturschutzgebiet erlaubt. Gute Angelstellen für den Barsch sind dort unter Bäumen oder unter Booten, die wenig bewegt werden, sagt Roloff.

Die besten Angelstellen an der Havel in Berlin-Spandau

Milan Müller, stellvertretender Leiter des Berliner Fischereiamtes, sieht oft Angler auf der Freybrücke in Wilhelmstadt. „Das ist ein Nadelöhr, durch das jeder Fisch von der Oberen in die Untere Havel oder umgekehrt durch muss.“

Außerdem seien die Schilfkanten beliebte Reviere für Räuber und ihre Beutefische, die sich im Herbst langsam in tiefere Bereiche zurückziehen. Eine Tiefenkarte hält Müller für ein praktisches Hilfsmittel, um steiles Gefälle aufzuspüren. Auch Apps und Satellitenbilder können dabei helfen.

Gelegenheitsanglern rät er, sich erfahrenen Anglern anzuschließen, etwa zum Schnupperangeln im Verein, wo auch Boote zur Verfügung stehen. Nicht nur Hecht und Zander beißen an – es gibt auch manchmal neue Fischarten.

Etwa 2016 hat Müllers Behörde einen neuen Fisch in der Havel entdeckt: Die Schwarzmund-Grundel kam als „blinder Passagier“ aus dem Schwarzen Meer und macht nun den heimischen Arten Konkurrenz. Sie zählt zu den invasiven Fischarten.

Diese Grundel wird nur 20 Zentimeter lang. Sie wird oft in Ufernähe gefangen und ist für viele Angler uninteressant. „Dabei schmeckt sie frittiert wohl richtig gut“, sagt Müller. Wer sie fängt und zubereitet, erweist dem Arten- und Gewässerschutz einen Dienst.

Hier gibt es Angelkarten für Berlin-Spandau

Angelkarten für die Obere Havel erteilt das Fischereiamt, Havelchaussee 149/151, 14055 Berlin

Angelkarten für die Untere Havel vergeben:

Fischereisozietät, Weißenburger Straße 43, 13595 Berlin

Roloff’s Angelbedarf, Groenerstraße 17, 13585 Berlin

Verband Deutscher Sportfischer LV Berlin-Brandenburg, Hugo-Cassirer-Straße 46, 13587 Berlin

Carinas Tierparadies & Angelshop, Streitstraße 14, 13587 Berlin