Messerangriff in Berlin
: Mann in U-Bahnhof erstochen – Angreifer auch gestorben

UPDATE 13.4.: In einem U-Bahnhof in Berlin kommt es zu einer tödlichen Auseinandersetzung zwischen zwei Männern. Auch der von der Polizei angeschossene Angreifer ist nun verstorben.
Von
dpa
Berlin
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Mann in U-Bahnhof erstochen: 12.04.2025, Berlin: Berliner Polizisten stehen nach einer Gewalttat vor dem U-Bahn Eingang Sophie-Charlotte-Platz. Ein Angreifer hat einen Mann bei einer Auseinandersetzung in einem Berliner U-Bahnhof erstochen und tödlich verletzt. Die Polizei habe danach auf den Angreifer schießen müssen. Foto: Fabian Sommer/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Polizisten stehen nach einer Gewalttat vor dem U-Bahneingang Sophie-Charlotte-Platz in Berlin. Ein Angreifer hat einen Mann bei einer Auseinandersetzung in einem Berliner U-Bahnhof erstochen und tödlich verletzt. Der von der Polizei angeschossene Angreifer ist auch verstorben.

Fabian Sommer/dpa
  • Ein Mann wurde in einem Berliner U-Bahnhof erstochen.
  • Polizei schoss auf den Angreifer, tödlich verletzt.
  • Tatort: Sophie-Charlotte-Platz.
  • Polizei bestätigt Schießvorfall nach Tötung.
  • Kontext: Gewalttat in Berlin.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der mutmaßliche Angreifer, der in einem Berliner U-Bahnhof einen Mann mit einem Messer tödlich verletzt hat, ist nun auch tot. Er wurde nach dem Angriff am Samstag von der Polizei angeschossen und heute Morgen (Sonntag, 13. April) um 6.30 Uhr für tot erklärt, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Bei der tödlichen Messerattacke liegen laut Angaben der Ermittler keine Hinweise auf eine islamistisch-terroristische Motivlage vor. Das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft gemeinsam mit.

Angreifer stach mit einem Küchenmesser auf 29-Jährigen ein

Ein 43 Jahre alter Syrer soll den Angaben zufolge einem 29-jährigen Deutschen in einer U-Bahn drei Stiche mit einem Küchenmesser versetzt haben. Die Männer sollen am Samstagnachmittag in einer U-Bahn der Linie 12 im Berliner Westen „binnen Sekunden“ aneinandergeraten sein. Die Gründe hierfür waren noch unklar.

Zuvor sollen sie am U-Bahnhof Kaiserdamm unabhängig voneinander in die Bahn gestiegen sein. Man gehe aktuell nicht davon aus, dass sich die Männer vorher gekannt hatten, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Ausgehend vom 43-Jährigen habe der Streit mit dem 29-Jährigen zu wechselseitigen Stößen geführt. Dabei soll der Tatverdächtige ein Küchenmesser aus seinem Hosenbund gezogen und dem Mann drei Stiche versetzt haben. Einer habe ihn im Bereich des Brustbeins getroffen, wodurch eine Herzkammer verletzt wurde.

Der 29-Jährige habe am U-Bahnhof Sophie-Charlotte-Platz im Berliner Westen den Zug noch eigenständig verlassen können, sei dann aber auf dem Bahnsteig zusammengebrochen. Er starb noch vor Ort. Der mutmaßliche Angreifer sei wenig später draußen auf der Straße mehrmals von einem Polizisten angeschossen worden, nachdem er auf die Schloßstraße nahe dem Schloss Charlottenburg geflüchtet war.

Der Angreifer verstarb trotz Not-OP im Krankenhaus

Zwei Beamte hätten den Mann auf der Schloßstraße angehalten. Daraufhin soll er mit einem Küchenmesser auf sie zugegangen sein. Ein Polizist gab den Angaben zufolge mehrere Schüsse mit seiner Dienstwaffe ab. Mindestens drei Schüsse hätten den Mann in Oberschenkel, Rumpf und Hals getroffen.

Der 43-Jährige wurde in ein Krankenhaus gebracht, wo er am Sonntagmorgen trotz Notoperation starb. „Das Ermittlungsverfahren gegen ihn wird daher
absehbar eingestellt werden“, hieß es.

Beide Verstorbene seien polizei- und justizbekannt. Sie seien je mehrfach mit Körperverletzungsdelikten, Widerständen gegen und tätlichen Angriffen auf Vollstreckungsbeamte sowie Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz in Erscheinung getreten.

Gegen den Polizisten wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Totschlags eingeleitet. Dies sei in Fällen tödlich verlaufender Schussabgaben üblich, hieß es.

U-Bahnverkehr war für mehrere Stunden unterbrochen

Viele Menschen hatten den Vorfall mitten am Tag mitbekommen. Vor Ort richteten Rettungskräfte eine Notbetreuung ein. „Hier kamen mehrere Menschen zusammen, die unter den Eindrücken des Geschehens standen“, teilte die Feuerwehr mit. Eine Frau sei aus der Betreuungsstelle zur weiteren Versorgung in ein Krankenhaus gekommen.

Der U-Bahnverkehr war am Samstag mehrere Stunden beidseitig unterbrochen. Die Polizei sperrte auch den U-Bahnhof Sophie-Charlotte-Platz und Teile der Schloßstraße zeitweise ab.