Anschlag bei Jänschwalde
: Weiteres Bekennerschreiben aufgetaucht

UPDATE 4.9.2026, 12.45 Uhr: Die Sabotage am Stromnetz bei Jänschwalde beschäftigt weiter die Polizei. Neben dem Angriff in Turnow-Preilack rückt ein zweites Bekennerschreiben in den Fokus. Die Spur führt nach Gevelsberg.
Von
Susann Michalk,
dpa
Jänschwalde
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Anschlag auf Umspannwerk bei Bergheim: Auf das Umspannwerk nahe Bergheim bei Köln ist am Abend offenbar ein Anschlag verübt worden. Anwohner sahen Blitze und hörten Explosionen - die Polizei geht von einer vorsätzlichen Tat aus und durchsucht die umliegenden Felder auf Spuren. Die Anlage gehört zum Übertragungsnetzbetreiber Amprion. Bergheim, 02.09.2026 NRW Deutschland *** An attack was apparently carried out on the substation near Bergheim, close to Cologne, this evening. Residents saw flashes of light and heard explosions police believe the incident was intentional and are searching the surrounding fields for evidence. The facility belongs to the transmission system operator Amprion Bergheim, September 2, 2026, North Rhine-Westphalia, Germany Copyright: xChristophxHardtx

Auch auf das Umspannwerk nahe Bergheim bei Köln ist ein Anschlag verübt worden. Anwohner sahen Blitze und hörten Explosionen - die Polizei durchsuchte die umliegenden Felder auf Spuren.

IMAGO/Christoph Hardt
  • Sabotage am Stromnetz bei Jänschwalde beschäftigt weiter die Polizei.
  • Ein Bekennerschreiben zum Angriff in Turnow-Preilack liegt vor und wird geprüft.
  • Die taz berichtet von einem Einzeltäter, der Selbstbauraketen beschreibt.
  • Ein weiteres Schreiben ging bei der F.A.Z. ein – Spur führt zu einem Mann aus Gevelsberg.
  • Nach einem Versuch in Dormagen fahndet die Polizei intensiv nach dem Verdächtigen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Drei Tage nach der Sabotage am Stromnetz in der Nähe des Kraftwerks Jänschwalde (Spree-Neiße) läuft die Prüfung des Bekennerschreibens nach Polizeiangaben auf Hochtouren. Die Ermittler nennen bisher aber keine Details. „Uns liegt ein Bekennerschreiben vor, dessen Echtheit wir prüfen“, sagte eine Polizeisprecherin am Freitag (4. September). Das Schreiben habe Bezug zu dem Angriff auf das Umspannwerk in Turnow-Preilack nahe dem Kohlekraftwerk Jänschwalde.

Nach einem Bericht der „taz“ liegt ihr dieses Schreiben vor. Darin bekennt sich ein Einzeltäter zu der Tat und beschreibt detailliert die verwendeten Selbstbauraketen.

Inzwischen ist jedoch ein weiteres Bekennerschreiben aufgetaucht. Diesmal ist es bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (F.A.Z.) eingegangen. Nach einem weiteren Sabotageversuch an einem Umspannwerk in Dormagen zwischen Köln und Düsseldorf ist die Polizei nach Informationen der F.A.Z. einem Mann dicht auf der Spur, der mindestens zwei Bekennerschreiben an Zeitungsredaktionen verschickt haben soll. Beide Briefe gingen auch bei der F.A.Z. ein.

In einem davon gibt der Verfasser an, gegen fossile Energieträger vorgehen zu wollen. Auf dem Schreiben ist der Name des angeblichen Verfassers vermerkt, eines Mannes aus Gevelsberg im Ruhrgebiet. Nach dem Mann wird laut Polizei derzeit intensiv gefahndet.

Die Polizei zieht nach einem Hinweis aus einem Bekennerschreiben immer mehr Kräfte im Umfeld des Kraftwerks Weisweiler bei Aachen zusammen. Mitarbeiter der Spurensicherung sind in Schutzanzügen und mit Atemschutz im Einsatz. Sie fokussieren sich auf mehrere Stellen auf einem Feld und in einem Gebüsch in unmittelbarer Nähe des Kraftwerks und eines Umspannwerks in der Stadt Eschweiler. In einem der Bekennerschreiben hatte der mutmaßliche Saboteur Weisweiler als weiteren Tatort genannt.

Nach Informationen der ARD geht die Polizei inzwischen davon aus, dass die Bekennerschreiben zu den Sabotageakten auf die Stromversorgung authentisch sind. Demnach liegen der Polizei in Nordrhein-Westfalen und Brandenburg inzwischen zwei Schreiben derselben Person vor.