Ausbildung am Flughafen Schönefeld: Azubis gesucht – dieses Gehalt zahlt der BER

Ausbildung am BER: Der Flughafen in Schönefeld ist ein Wirtschaftsmotor im Speckgürtel südlich von Berlin. Den Nachwuchs bildet Unternehmen selbst aus. Besonders gefragt sind technische Berufe.
Jana Scholz- Am Flughafen BER in Schönefeld werden noch Azubis für das Ausbildungsjahr 2025/2026 gesucht.
- Besonders gefragt sind Berufe wie Industriemechaniker, Elektriker und IT-Fachkräfte.
- Bewerbungen müssen bis zum 31. Januar eingereicht werden; Job-Casting am 15. Februar.
- Azubis erhalten bis zu 1.400 Euro brutto monatlich sowie Urlaubsgeld und eine Übernahmegarantie.
- Sicherheitsüberprüfung vor Jobantritt dauert bis zu drei Monate.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Da arbeiten, wo es für die Meisten in den Urlaub geht. Der Flughafen BER in Schönefeld versteht sich als Jobmotor in Berlin und Brandenburg und setzt weiter auf Wachstum. Ein großer Aspekt dabei ist die Nachwuchsförderung. Jedes Jahr treten über 40 Jugendliche nach dem Schulabschluss ihre Ausbildung am Hauptstadt-Airport an.
Für das am 1. September startende Ausbildungsjahr 2025/2026 sind aktuell noch elf Lehrstellen von neuen Azubis zu besetzen. Besonders gefragt sind am BER Berufe wie Anlagen- oder Industriemechaniker. Aber auch angehende Fachinformatiker, Servicekaufleute im Luftverkehr oder Werkfeuerwehrleute haben die Chance, ihren Traumjob am Flughafen zu erlernen.
Ausbildung am BER in Schönefeld: 41 Azubis sollen hinzukommen
Als der BER im Jahr 2020 endlich eröffnete, begannen zunächst 27 Jugendliche ihre Ausbildung vor Ort. Inzwischen spricht die Flughafen Berlin-Brandenburg GmbH von 130 Azubis im gesamten Unternehmen. Im kommenden Ausbildungsjahr sollen 41 weitere dazukommen und sich in drei Lehrjahren zu einer Fachkraft entwickeln.
Schulnoten sind für Ausbildung am BER nicht entscheidend
Aktuell sei man noch auf der Suche nach acht Nachwuchskräften für technische Berufe, darunter fallen Mechaniker, Elektriker und IT'ler. Die Industriemechaniker kümmern sich darum, dass die Passagiere einen reibungslosen Flughafen erleben. Fluggastbrücken, Befeuerung, Gepäckförderanlagen und jede Menge Technik wird in diesem Bereich am Laufen gehalten. Die Mitarbeiter in der Elektronik sorgen unter anderem dafür, dass die 124 Aufzüge des BER sowie Fahrsteige und Fahrtreppen funktionieren. Und in der IT laufen alle Stränge des Unternehmens zusammen. Von Computern und Telefonanlagen, über das Bordpasskontrollsystem bis hin zu Fluchttürsteuerungen gibt es in der Flughafen-IT rund um die Uhr viel zu tun.
Bis zum 31. Januar müssen die Bewerbungen in Schönefeld eingegangen sein, denn am 15. Februar will die Flughafengesellschaft die potenziellen Bewerber bei einem Job-Casting persönlich kennenlernen. Michael Halberstadt leitet als Teil der Geschäftsführung das Personaldepartement. Er sagt: „Schulnoten spielen bei unserer Bewerberauswahl nicht die Hauptrolle. Wir setzen bei unseren neuen Kollegen auf die soziale Kompetenz und wollen sehen, ob logische Zusammenhänge erkannt werden.“

Michael Halberstadt ist einer von drei Geschäftsführern am Flughafen BER. Er ist für das Personaldepartement zuständig und freut sich auf über 40 neue Azubis, die ihre Ausbildung im Sommer antreten werden.
Jana ScholzAuch der Begriff Job-Casting soll das ausdrücken. Bei dem Termin Mitte Februar werden die Azubi-Bewerber den ganzen Tag über verschiedene Aufgaben lösen und können zeigen, was in Ihnen steckt. Und nicht nur das, vor Ort gibt es sogar noch die Möglichkeit, seine Wahl zu ändern, sollten die Schwerpunkte des erdachten Ausbildungsberufs letztendlich doch nicht so passen. Wenn die eingeladenen Jugendlichen diesen Tag absolviert haben, wissen sie außerdem direkt, ob sie den Job in Schönefeld in der Tasche haben oder es dieses Mal nicht für eine Ausbildung am BER gereicht hat.
Sicherheitsüberprüfung am BER dauert etwa drei Monate
Doch eine letzte Hürde vor Jobantritt am BER, der 2025 zwischen 26 bis 27 Millionen Fluggäste erwartet, ist noch zu überwinden: die Sicherheitsüberprüfung. Diese zwingende Maßnahme dauert bis zu drei Monate und entscheidet letztendlich, ob man die Lehrstelle am Flughafen Schönefeld auch wirklich antreten kann. Benjamin Goldfuß, Ausbildungsleiter für technische Berufe, erklärt: „Wir arbeiten hier unter den höchsten Sicherheitsbestimmungen. Da erwarten wir von unseren Mitarbeitern, dass sie ein einwandfreies Führungszeugnis mitbringen.“
Nicht ganz unwichtig für Azubis ist sicher auch das Lehrlingsgeld. Zwischen 1.200 und 1.400 Euro brutto bekommen sie am BER monatlich für ihre Arbeit sowie ein 13. Gehalt als Jahressonderzahlung und Urlaubsgeld. Doch das Geld ist nur ein Punkt, mit dem der Flughafen um seinen Nachwuchs buhlt. Geboten wird auch eine Perspektive. Jeder neue Auszubildende bekommt nach Flughafen-Angaben schon zum Lehrantritt eine Übernahmegarantie. Das bedeutet, dass die Zukunft schon vom ersten Tag an gesichert ist, sofern man das möchte und im Unternehmen bleiben will.
Industriemechaniker im zweiten Lehrjahr – sein Alltag am BER
Einer, der am BER seinen beruflichen Einstieg gefunden hat, ist Marc. Der 19-jährige Berliner befindet sich im zweiten Lehrjahr als Industriemechaniker. Er sitzt in der Schweißerwerkstatt und beantwortet geduldig alle Fragen zu seinem Job. Zu seinen Aufgaben gehören, dass die Anlagen und Maschinen am Flughafen betriebsbereit sind und reibungslos funktionieren. Aber eben auch das Herstellen von Geräteteilen, die Montage sowie das Warten und Instandhalten von Anlagen und Maschinen.

Azubi Marc lernt im zweiten Lehrjahr den Beruf des Industriemechanikers. Das Schweißen gehört zur Ausbildung dazu. Die Flughafengesellschaft hat dafür in ihre Azubi-Werkstatt investiert und bietet ihren Lehrlingen einen Arbeitsplatz auf modernstem Niveau.
Jana ScholzWenn er seine Ausbildung abgeschlossen hat, will er auf jeden Fall am Flughafen bleiben und in Brandenburg. Sobald er sein Abschlusszeugnis erhalten hat, will er sich eine Wohnung im BER-Umfeld suchen. „Hier ist es einfach toll. Zum Leben und zum Arbeiten“, sagt Marc.

