Bahn in Brandenburg
: Das ändert sich mit dem neuen Fahrplan

Stundentakt auf mehreren Linien, längere Züge, aber auch Einschränkungen. Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg hat zum Fahrplanwechsel viele Änderungen angekündigt – eine Auswahl der wichtigsten.
Von
dpa
Berlin
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Auf drei wichtigen Regionalbahnlinien fahren die Züge in Berlin-Brandenburg künftig weitgehend stündlich. (Symbolbild)

Jörg Carstensen/dpa
  • VBB erhöht zum Fahrplanwechsel im Dezember 2026 den Takt auf mehreren Regionalbahnlinien.
  • RE3, RE4 und RE5 fahren weitgehend stündlich – RE5 bis 23 Uhr auch unter der Woche.
  • RE1 erhält längere Züge dank Bahnsteigverlängerungen; perspektivisch bis zu drei Verbindungen pro Stunde.
  • Bauarbeiten betreffen RE2, RE4 und RE7: Umleitungen, Kürzungen und spätere Umsetzung des Konzepts.
  • Berliner S-Bahn drosselt den Takt: S1 und S5 verkehren in der Hauptverkehrszeit im 5/5/10-Minuten-Takt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) erhöht auf mehreren Regionalbahnlinien zum Fahrplanwechsel im Dezember 2026 den Takt. Mit dem Start des Netzes Nord-Süd 2 fahren unter anderem die Linien RE3, RE4 und RE5 auf der gesamten Strecke stündlich, wie der VBB mitteilte. Die letzten Züge der Linie RE5 zwischen Berlin und Neustrelitz fahren künftig auch unter der Woche bis 23 Uhr und damit täglich.

Der RE3 fährt zwischen Stralsund und Lutherstadt Wittenberg und der RE5 zwischen Rostock/Stralsund und Ludwigsfelde.

Mit der Betriebsaufnahme im Elektronetz Oberelbe wird der Verkehr zwischen Elsterwerda-Biehla und Dresden zudem neu als S6 in das Dresdner S-Bahn-Netz eingebunden.

Längere Züge auf der Strecke des RE1

Auf der Linie RE1 Magdeburg Hbf – Potsdam Hbf – Berlin Hbf – Frankfurt (Oder) – Eisenhüttenstadt wurden die Bahnsteige in Hangelsberg, Berkenbrück, Jacobsdorf (Mark) und Pillgram verlängert, wodurch dort künftig längere Züge mit bis zu 800 Sitzplätzen fahren können. Eisenhüttenstadt bekommt bis auf eine Ausnahme wieder stündliche Direktverbindungen nach Berlin in der Hauptverkehrszeit.

Die neue Station Fangschleuse wird weiterhin von allen dort fahrenden Zügen bedient. Ab voraussichtlich Juli 2027 sollen zusätzliche RE1-Züge aus Frankfurt (Oder), die derzeit in Erkner enden, wieder bis Berlin fahren. Damit wären perspektivisch drei Verbindungen pro Stunde möglich.

Die direkten Fahrten zwischen Frankfurt (Oder) und Cottbus des RE1 werden im Gegenzug neu durch Fahrten des RE10 übernommen.

Änderungen beim RE2 von Cottbus wegen Bauarbeiten

Die Linie RE20 Cottbus Hbf – Flughafen BER – Berlin Hbf übernimmt während der Bauarbeiten zwischen Lübbenau (Spreewald) und Cottbus die stündliche Anbindung von Cottbus. Durch die Umleitung über Calau (Niederlausitz) erreicht die Linie den wichtigen Umsteigeknoten in Cottbus Hbf zur vollen Stunde samt den dortigen Anschlüssen.

Die Linie RE2 fährt zwischen Nauen und Lübbenau (Spreewald), wo Anschluss an den Schienenersatzverkehr über Vetschau nach Cottbus besteht. Die Linie RE2 erhält zudem einen regelmäßigen, stündlichen Halt in Bestensee.

RE4 wegen Sanierungsarbeiten eingeschränkt

Die Generalsanierung der sogenannten Lehrter Bahn wird auf den gesamten Zeitraum Oktober 2026 bis Dezember 2027 ausgeweitet. Die Linie RE4 Stendal Hbf – Rathenow – Berlin – Jüterbog – Falkenberg (Elster) fährt bis voraussichtlich Juli 2027 nur zwischen Wustermark und Falkenberg (Elster). Im Anschluss bis zur letzten Phase der Korridorsanierung der Lehrter Bahn, die am 16. Oktober 2027 beginnt, kann der RE4 zwischen Nennhausen und Falkenberg (Elster) fahren. Ab 16. Oktober 2027 bis Dezember 2027 wird zudem der Bahnhof Berlin-Spandau zusätzlich gesperrt.

Einschränkungen auf der RE7

Das ursprünglich geplante Angebotskonzept für den RE7 Dessau Hbf – Bad Belzig – Berlin-Wannsee – Berlin Hbf – Senftenberg kann aufgrund der Verlängerung der Generalsanierung Berlin – Lehrte zunächst nicht umgesetzt werden. Es sah vor, dass die Linien RE7 und RB23 jeweils in den Hauptlastrichtungen der Verkehrsnachfrage auf bzw. von der Berliner Stadtbahn aus verkehren. Das Konzept wird für den Fahrplan 2028 weiterverfolgt.

Im Abschnitt Lübbenau (Spreewald) – Senftenberg wird das Angebot am Abend zugunsten eines längeren Bedienzeitraums nach Senftenberg angepasst.

Einschränkungen bei der S-Bahn

Bei der Berliner S-Bahn wird wegen der Ertüchtigung alter Fahrzeuge der Takt eingeschränkt. Der bisherige 5-Minuten-Takt auf zwei wichtigen Abschnitten wird während der Hauptverkehrszeit reduziert: Die S1 fährt zwischen Zehlendorf und Potsdamer Platz künftig im 5/5/10-Minuten-Takt. Gleiches gilt für die S5 zwischen Mahlsdorf und Warschauer Straße.