Behördenumzug
: Gesundheitspolitiker wollen neues Ministerium in Cottbus ansiedeln

In Cottbus sollte ein neu zu schaffendes Ministerium für Gesundheit und Pflege angesiedelt werden.
Von
Ulrich Thiessen
Potsdam
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Christian Görke (Die Linke), Finanzminister des Landes Brandenburg, geht über das Gelände des Behördenstandortes in der Lipezker Straße.

Patrick Pleul/dpa-Zentralbild

Das fordert die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD–Fraktion und Chefin der Arbeitsgemeinschaft Gesundheit im Landesverband, Britta Müller. Sie verweist auf einen Antrag der Arbeitsgemeinschaft, ein solches Ministerium ins Wahlprogramm aufzunehmen, um diese Politikfelder künftig zu stärken. Der Lunapharm–Skandal habe gezeigt, dass das jetzige Ministerium mit den Bereichen Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen zu unübersichtlich ist.

Müller verwies darauf, dass der Gesundheitswirtschaft eine wachsende Bedeutung zukommt. Anknüpfungspunkte zur Technischen Unitversität Cottbus/Senftenberg gebe es mit den geplanten Studiengängen für Pharmazie und die akamdemisierte Hebammenausbildung, die beide in Cottbus aufgebaut werden sollen. Es sei leichter ein neues Ministerium in der Lausitz zu schaffen, als ein etabliertes zu verlagern, erklärte Müller.

Regierungschef Dietmar Woidke (SPD) hat sich inzwischen mit einem Brief an alle Landtagsabgeordneten gewandt. Darin erklärt er, dass der geplante Behördenumzug ein Beitrag sei, „strukturwirksam Arbeitsplätze“ zu verlagern. Potsdam habe lange Zeit vom Standortvorteil des Ministeriums für Wissenschaft und Kultur profitiert. „Auf kurzen Wegen konnte jederzeit schnell ein Kontakt hergestellt, ein Gespräch geführt werden. Diese besondere Unterstützung braucht jetzt die Lausitz“, schreibt Woidke. Dort müssten zukunftsträchtigeStrukturen in Wissenschaft und Forschung aufgebaut werden.