Brand in Berlin
: Mehrere Lkw in Flammen – Cemex schließt Werk

UPDATE 15.30 Uhr: In Berlin kam es zu mehreren Lkw-Bränden in Marzahn und bei Cemex in Hohenschönhausen. Die Polizei vermutet Brandstiftung. Das betroffene Werk bleibt geschlossen.
Von
Dennis Lloyd Brätsch,
Katharina Schmidt
Berlin
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Anschlag auf Cemex? In Berlin brannten Betonmisch-Lkw in zwei Bezirken.

Anschlag auf den Baustoffhersteller Cemex? In Berlin brannten gleich in zwei Bezirken Betonmisch-Lkw.

Dennis Lloyd Brätsch
  • In Berlin brannten Betonmisch-Lkw in Hohenschönhausen und Marzahn zeitgleich.
  • Acht Lkw auf dem Cemex-Gelände und neun auf dem Eurovia-Gelände betroffen.
  • Feuerwehr bekämpfte Flammen mit Großaufgebot, Probleme mit Wasserversorgung.
  • Polizei ermittelt Brandursache, Zusammenhang zwischen Bränden unklar.
  • Cemex war bereits 2023 Ziel eines Brandanschlags von Umweltaktivisten.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Meterhohe Flammen und Explosionen haben am frühen Montagmorgen (2. Dezember) einen Großeinsatz der Feuerwehr in Berlin-Hohenschönhausen ausgelöst. Auf dem Gelände des Transportbeton-Werks der Firma Cemex waren an mehreren Stellen Brände ausgebrochen. Wenig später standen auch im knapp drei Kilometer entfernten Marzahn Betonmischer in Flammen. Die Polizei kreiste mit einem Hubschrauber über den Brandorten – und äußerte im Nachgang einen Verdacht.

Zunächst waren die Rettungskräfte kurz vor 3 Uhr morgens auf das Werksgelände in der Marzahner Straße in Alt-Hohenschönhausen alarmiert worden. Auf dem Gelände standen an mehreren Stellen Lkw in Flammen.

Brand in Berlin: Feuerwehr löscht mehrere Brände bei Cemex

Einsatzkräfte der Feuerwehr löschten die Flammen. Nach Angaben eines Sprechers der Berliner Feuerwehr brannten auf dem Gelände sieben Lastwagen. Während der Löscharbeiten waren immer wieder Detonationen zu hören.

Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot an Rettungskräften im Einsatz.

Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot an Rettungskräften im Einsatz.

Dennis Lloyd Brätsch

Nach Informationen von MOZ.de gab es während der Löscharbeiten Probleme mit der Wasserversorgung. Die Feuerwehr musste Tanklöschfahrzeuge im Pendelverkehr einsetzen, um ausreichend Löschwasser an die Brandstellen zu bringen.

Feuerwehr-Einsatz in Berlin: Weitere Brände in Berlin-Marzahn

Zeitgleich waren im wenige Kilometer entfernten Berlin-Marzahn weitere Beton-Lkw in Brand geraten. Auch hier rückte die Feuerwehr wegen mangelnder Wasserversorgung mit einem Großaufgebot an. Die Deutsche Presse-Agentur spricht von insgesamt 16 brennenden Lkw an beiden Einsatzorten.

An beiden Brandorten standen mehrere Betonmisch-Lkw in Flammen.

An beiden Brandorten standen mehrere Betonmisch-Lkw in Flammen.

Dennis Lloyd Brätsch

Beim Eurovia-Gelände am Pyramidenring standen nach Angaben eines Feuerwehrsprechers und der Polizei neun weitere Fahrzeuge sowie ein Förderband in Flammen. Die Feuerwehr löschte mit jeweils rund 50 Einsatzkräften den Brand. Verletzte gab es den Angaben zufolge nicht.

Polizei vermutet Brandstiftung – politisch motivierte Tat?

Wie ein Sprecher gegenüber der Deutschen Presse-Agentur mitteilte, geht die Polizei von Brandstiftung aus. Auch eine politische Motivation könne nicht ausgeschlossen werden, hieß es.

Nach Angaben der Polizei sei die Brandursache noch unklar. Ein Brandkommissariat des Landeskriminalamtes soll nun die Ermittlungen dazu führen. Ob die beiden Brände in einem Zusammenhang stehen, ist ebenfalls Teil der polizeilichen Ermittlungen.

Die Polizei überflog die beiden Brandorte mit einem Hubschrauber, um nach Verdächtigen zu suchen. Die Brandstellen wurden abgesperrt. Ob es sich um einen gezielten Anschlag auf die Firma Cemex handelt, ist noch unklar.

Auf Nachfrage konkretisierte eine Unternehmenssprecherin den Schaden bei Cemex wie folgt: Sechs Betonpumpen, zwei Fahrmischer und ein Privat-Pkw hätten gebrannt. „Über die Höhe des Brandschadens können wir derzeit noch keine Aussagen treffen.“ Auch die Polizei Berlin konnte noch keine Angaben zur Schadenshöhe machen. Das Transportbeton-Werk in Berlin-Hohenschönhausen bleibe für die Ermittlungen bis auf Weiteres geschlossen, so die Sprecherin.

Bekennerschreiben fehlt bislang

Cemex war bereits im vergangenen Jahr Ziel eines Brandanschlags von Umweltaktivisten. In der Nacht zum 27. Dezember 2023 waren diese auf ein Cemex-Gelände in Berlin-Kreuzberg eingedrungen und hatten dort mehrere Betonmisch-Lkw in Brand gesetzt. Später tauchte auf der linksextremistischen Internetplattform Indymedia ein Bekennerschreiben auf. Als Grund nannten die Täter unter anderem, dass das Unternehmen am Ausbau der Berliner Stadtautobahn A100 beteiligt sei.

Zum aktuellen Brandanschlag ist weder bei der Polizei ein Bekennerschreiben eingegangen noch auf der Plattform Indymedia veröffentlicht worden.