BSW Brandenburg: Rebell Reinhard Simon ist wieder BSW-Mitglied

Reinhard Simon, Abgeordneter des Brandenburger Landtages, war überraschend aus der Partei BSW ausgetreten. Jetzt hat er sich das wieder anders überlegt.
Fabian Sommer/dpa- Reinhard Simon, Brandenburger Landtagsabgeordneter, will nach seinem Austritt wieder BSW-Mitglied werden.
- Simon trat am 11. November aus, nannte „totalitäre Tendenzen“ in der Fraktionsführung als Grund.
- Ein Gespräch mit Sahra Wagenknecht beeinflusste Simons Entscheidung zur Rückkehr.
- Er stimmte am 19. November gegen die Medienstaatsverträge, wie von Wagenknecht empfohlen.
- Zu den Gründen seiner Rückkehr äußerte sich Simon bisher nicht.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Genau zwei Wochen nach dem Austritt aus dem Bündnis Sahra Wagenknecht ist Reinhard Simon wieder Mitglied im BSW. Er habe seinen Austritt widerrufen, sagte der 74-Jährige am Dienstag (25.11.). BSW-Landeschefin Friederike Benda bestätigte, dass Simon seinen Austritt gestoppt hat.
Am 11. November hatten vier Abgeordnete überraschend erklärt, dass sie aus dem BSW ausgetreten sind. Als Gründe nannten sie totalitäre Tendenzen in der Fraktionsführung. Die vier, zu denen neben Simon, dem ehemaligen Intendanten der Uckermärkischen Bühnen, auch André von Ossowski, Melanie Matzies und Jouleen Gruhn gehörten, betonten, in der BSW-Fraktion bleiben zu wollen. Simon verwies darauf, auch weiterhin als Unterstützer des BSW wirken zu wollen.
Persönliches Gespräch mit Sahra Wagenknecht zeigte Wirkung
Wenige Tage später hatte Simon, ebenso wie Melanie Matzies, ein persönliches Gespräch mit Parteigründerin Sahra Wagenknecht. In der Plenarsitzung am 19. November stimmte der Uckermärker dann mit den meisten seiner Fraktionskollegen gegen die Medienstaatsverträge – wie von Wagenknecht empfohlen.
Diese Ablehnung durch das BSW hatte zuvor zu einer Koalitionskrise in Brandenburg geführt, da die SPD und BSW-Finanzminister Robert Crumbach für die Verträge votieren wollten. Wenige Tage vor der Abstimmung war noch davon ausgegangen worden, dass alle vier BSW-Rebellen den Plenarsaal verlassen und nicht an der Abstimmung teilnehmen würden. Simon scherte dann aus. Gegenüber diesem Nachrichtenportal hatte er erklärt, dass er nur gegen die Verträge gestimmt habe, weil er wusste, dass sie mit den Stimmen der CDU trotzdem angenommen werden. (mit dpa)

