Bus und Bahn in Berlin: Warnstreik bei BVG – diese Linien fahren trotzdem

Die Gewerkschaft Verdi hat zu einem ganztägigen Warnstreik bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) aufgerufen. (Symbolbild)
Jörg Carstensen/dpa- Ver.di ruft zu einem Warnstreik bei der BVG am 27. Januar auf.
- Die Gewerkschaft fordert 750 Euro mehr Lohn pro Monat für alle Beschäftigten.
- Der Streik betrifft U-Bahn, Tram und Bus in Berlin.
- Nächster Verhandlungstermin ist am 31. Januar.
- Insgesamt sind bis zum 10. April sechs Verhandlungstermine geplant.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Für Pendler in Berlin wird es ab kommenden Montag, 27. Januar, wieder kritisch. Nach den ersten Tarifverhandlungen zwischen der Gewerkschaft und den Berliner Verkehrsbetrieben um höhere Löhne ruft Ver.di zum ersten Warnstreik auf.
„Wir bitten jetzt um Verständnis, dass uns nur der Streik bleibt, um unsere Forderungen auch durchzusetzen“, erklärt ver.di Verhandlungsführer Jeremy Arndt.
BVG-Streik in Berlin: Diese Buslinien fahren
Los geht der Arbeitskampf am Montagmorgen um 3 Uhr und geht bis Dienstagmorgen, 28. Januar, 3 Uhr. Auch danach kann es dauern, bis Busse und Bahnen in Berlin wieder regulär die Fahrpläne einhalten können.
Nach aktuellem Stand werden laut BVG trotzdem folgende Bus-Linien fahren: 106, 114, 118, 124, 133, 161, 168, 175, 179, 204, 218, 234, 275, 316, 318, 320, 326, 334, 349, 359, 363, 380, N12, N23, N35, N39, N53, N61, N69, N84, N91, N95, N97.
Der Regionalverkehr der Deutschen Bahn (DB) sowie die Züge der S-Bahn Berlin sind vom Warnstreik der Gewerkschaft Verdi am 27. Januar nicht betroffen. „Für die Dauer des Streiks verstärkt die S-Bahn auf Bestellung des VBB und des Landes Berlin ihr Angebot auf der Linie S5 mit zusätzlichen Fahrten in der Zeit von 9 bis 14 Uhr zwischen Mahlsdorf und Lichtenberg", heißt es von der DB. Damit fährt die S-Bahn auf diesem Abschnitt auch außerhalb der Hauptverkehrszeiten neun statt sechsmal pro Stunde und Richtung.
Zu einem ersten Treffen in der Tarifrunde 2025 war es schon am vergangenen Mittwoch (15. Januar) gekommen. „Wie geplant haben sich die Beteiligten zu Forderungen, Positionen und Rahmenbedingungen intensiv ausgetauscht“, heißt es dazu von der BVG.
Man habe der Gewerkschaft angekündigt, zur nächsten Verhandlungsrunde am 31. Januar ein Angebot auf Basis der am vergangenen Mittwoch ausgetauschten Positionen als Diskussionsgrundlage vorzustellen. Ziel sei, gemeinsam mit Verdi umsetzbare und stabile Lösungen zu finden - für die Mitarbeitenden und das Unternehmen.
Doch so einfach, wie es klingt, wird es wohl nicht werden. „In den ersten Gesprächen ist deutlich geworden, dass wir in der Einschätzung, wie groß der Nachholbedarf ist, weit auseinanderliegen“, erklärt Ver.di-Verhandlungsführer Jeremy Arndt. „Ohne eine deutliche Entgeltsteigerung wird es nicht möglich sein, die Beschäftigten zu halten und neues Personal zu gewinnen“, betont der Gewerkschafter. Das sei aber dringend nötig, um den Fahrbetrieb der BVG zu stabilisieren und perspektivisch auszubauen.
BVG-Streik in Berlin: Verhandlungstage bis in den April
Die Ver.di-Tarifkommission fordert in den Verhandlungen 750 Euro mehr pro Monat für alle Beschäftigten, 300 Euro Fahrdienst-/Wechselschichtzulage, 200 Euro Schichtzulage und ein 13. Monatsgehalt als Weihnachtszuwendung.
Auch die BVG sieht nach eigene Angaben Nachholbedarf beim Entgelt. „Die Ergebnisse müssen jedoch realistisch und verhältnismäßig sein“, heißt es in einer Mitteilung dazu. Nach dem Auftakt soll es am 31. Januar weitergehen. Insgesamt wurden bis zum 10. April sechs Verhandlungstermine angesetzt.



