BVG-Streik in Berlin: Neue Verhandlungen nach Ultimatum – keine Streiks bis 12. März

Ein Streikender trägt während eines Verdi-Warnstreiks bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) eine Baseballmütze mit BVG-Logo. Die BVG-Belegschaft ist während des laufenden Tarifstreits schon mehrfach in den Ausstand getreten.
Sebastian Gollnow/dpa- Verdi stellt BVG ein 24-Stunden-Ultimatum, um früheren Verhandlungstermin zu erzwingen.
- BVG reagiert sofort und stimmt Terminabstimmung zu.
- Verdi fordert 750 Euro mehr pro Monat und höhere Zulagen bei einjähriger Laufzeit.
- BVG lehnte bisherige Angebote ab, Kompromiss gesucht.
- Weitere Streiks drohen, falls keine Einigung erzielt wird.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Nach der Aufforderung von Verdi an den BVG-Vorstand, einen zusätzlichen Verhandlungstermin im Rahmen der laufenden Tarifrunde zu vereinbaren, haben sich Gewerkschaft und BVG am Dienstagnachmittag (4. Februar 2025) auf einen weiteren Termin verständigt.
Die Verhandlungen werden am 12. März 2025 stattfinden, teilten die BVG und Verdi mit. „Wir sind bereit uns zu einigen. Wir erwarten jetzt vom BVG-Vorstand ein Angebot, das dem Nachholbedarf der Kolleginnen und Kollegen gerecht wird, erklärte Verdi-Verhandlungsführer Jeremy Arndt.
Kein BVG-Streik bis zur nächsten Verhandlung
Das bedeutet für Pendler erst einmal aufatmen, denn bis zum 12. März schließt die Gewerkschaft weitere Arbeitskampfmaßnahmen aus. „Der Vorstand hat jetzt noch einmal die Chance, weitere Streiks zu verhindern“, betonte Arndt am Dienstagnachmittag.
Im Tarifstreit um die Löhne der Beschäftigten der BVG hatte die Gewerkschaft am Montag (3. März) ein neues Ultimatum gestellt. „Um am Verhandlungstisch voranzukommen, fordern wir die BVG auf, einen weiteren Verhandlungstermin innerhalb der nächsten zehn Tage zu vereinbaren“, hieß es am Montagnachmittag in einer Mitteilung. Der nächste, ursprünglich geplante, Verhandlungstermin war erst für den 21. März anberaumt.
„Wir erwarten jetzt vom BVG-Vorstand ein Angebot, das dem Nachholbedarf der Kolleginnen und Kollegen gerecht wird", so Arndt.
BVG reagiert sofort
Die BVG reagierte am Dienstagnachmittag mit dem neuen Terminvorschlag: „Für die Fahrgäste und die Berliner und Berlinerinnen ist es ein gutes und wichtiges Signal, dass die Verhandlungen nun ohne weitere Streiks fortgesetzt werden", hieß es in einer Mitteilung. Ziel sei es weiterhin, gemeinsam gute Lösungen für Mitarbeitende, Fahrgäste und das Unternehmen zu finden.
Die Verdi-Tarifkommission hatte zuvor auch das dritte Angebot der BVG in den laufenden Tarifverhandlungen abgelehnt. Zwar sei der BVG-Vorstand den Beschäftigten bei der Laufzeit und den Zulagen entgegengekommen, heißt es von der Gewerkschaft. In Bezug auf den Grundlohn werde das Angebot jedoch weiterhin als zu niedrig bewertet, um den Nachholbedarf durch die Preissprünge der letzten Jahre zu kompensieren.
Verdi fordert unter anderem 750 Euro pro Monat mehr, zudem deutliche Steigerungen bei den Zulagen bei einer Laufzeit von nur einem Jahr. Am 26. Februar 2025 schlug die BVG zweieinhalb Jahre Laufzeit vor. „Wir erwarten endlich ein Angebot, mit dem die BVG als Arbeitgeber wieder attraktiv wird. Dafür geben wir der BVG jetzt noch einmal die Chance“, erklärt Verdi-Mann Arndt.


