Mit härteren Corona-Auflagen hoffen Bund und Länder den rasanten Anstieg der Infektionszahlen einzudämmen. Teilweise gelten dabei strenge Regeln. Wer sich nicht daran hält, muss mit empfindlichen Strafen rechnen.
Hier ein Überblick über die Bußgelder, die aktuell in Brandenburg bei fahrlässigen Verstößen gegen die Ge- und Verbote erhoben werden können (Angegeben ist immer der Bußgeldrahmen, Stand 29. Oktober). Die Verordnung wird immer wieder angepasst und überarbeitet.

Diese Bußgelder werden beim Verstoß gegen Corona-Regeln fällig

  • Nichteinhaltung des Mindestabstands im öffentlichen Raum: 50 bis 250 Euro
  • Nichttragen einer Mund-NasenBedeckung, ohne dass eine Ausnahme vorliegt: 50 bis 250 Euro
  • Kein Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung im schulischen Bereich: 25 bis 250 Euro
  • Angabe unvollständiger oder wahrheitswidriger Personendaten: 50 bis 250 Euro
  • Nichtumsetzung eines Hygienekonzeptes: 100 bis 5000 Euro (Arbeitgeber, bei juristischen Personen die Geschäftsführung)
  • Unterlassen der Sicherstellung des Hygienekonzeptes bei Veranstaltungen: 250 bis 10.000 Euro (Veranstalter, Betreiber, Anbieter, Geschäftsführung bei juristischen Personen)
  • Unterlassen der Sicherstellung der Einhaltung der im Hygienerahmenkonzept für Kinos und Kultureinrichtungen im Land Brandenburg bestimmten Abstands- und Hygieneregeln: 250 bis 10.000 Euro
  • Durchführung von privaten Feierlichkeiten im privaten Wohnraum oder im dazugehörigen befriedeten Besitztum mit mehr als den zugelassenen zeitgleich Anwesenden: 250 bis 1000 Euro
  • Durchführung privater Feierlichkeiten im privaten Wohnraum oder im dazugehörigen befriedeten Besitztum mit mehr als zehn zeitgleich Anwesenden aus mehr als zwei Haushalten oder Durchführung privater Feierlichkeiten in öffentlichen oder angemieteten Räumen mit mehr als zehn zeitgleich Anwesenden in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt, in dem oder der laut Veröffentlichung des Robert Koch-Instituts kumulativ mehr als 50 Neuinfektionen mit dem SARS-CoV-2-Virus pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern innerhalb der letzten sieben Tage vorliegen: 250 bis 1000 Euro.
  • Öffnung einer Einrichtung für den Publikumsverkehr, um dort Tanzlustbarkeiten stattfinden zu lassen: 1000 bis 10.000 Euro (Betreiber)
  • Öffnung einer der aufgeführten Einrichtungen oder Angebote für den Publikumsverkehr oder Durchführung von Prostitutionsveranstaltungen: 1000 bis 10.000 Euro
  • Besuch trotz Vorliegens einer Atemwegsinfektion: 250 bis 2500 Euro
  • Duldung des Besuchs in einer Einrichtung, in der aktuell ein aktives SARS-CoV-2-Infektionsgeschehen vorliegt:
  • Nichtbefolgung einer Anweisung der Leitung eines Krankenhauses oder einer Einrichtung nach § 10 Absatz 1 oder einer Vorgabe eines bestehenden Hygieneplans: 100 bis 1000 Euro
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