Weniger Impfstoff als geplant für Brandenburg und Brandenburg: Andere Bundesländer erhielten dagegen sogar mehr als geplant, wie der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) am Dienstag unter Berufung auf Daten des Paul-Ehrlich-Instituts berichtete. Danach haben die Arztpraxen in der Hauptstadt in der vergangenen Woche und der davor gut 7200 Biontech-Impfdosen weniger bekommen, als dem Land laut Verteilungsschlüssel zugestanden habe. In Brandenburg waren es fast 2700 weniger als erwartet.

Kalayci fordert versprochene Lieferungen ein

Dagegen erhielten sieben Bundesländer mehr Impfstoff als vorgesehen. Allein in Mecklenburg-Vorpommern waren es den Daten zufolge knapp 13.000 mehr, in Niedersachsen über 8000 mehr. In keinem Bundesland war die Lücke so groß wie in Berlin. Niedergelassene Ärzte hatten in der Vergangenheit mehrfach kritisiert, dass ihnen Impfstofflieferungen gekürzt worden seien. Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) forderte das Bundesgesundheitsministerium auf, die zugesagten Mengen an Impfstoff tatsächlich zu liefern.
Das Ministerium von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) teilte dem RBB mit, derzeit würden bundesweit mehr als 55.000 Arztpraxen mit Impfstoff versorgt. Dabei könne es zu Abweichungen kommen.
Tatsächlich waren die Schwankungen nicht immer einheitlich. In mehreren Ländern wie Bayern, Baden-Württemberg und Hessen waren es in einer Woche mehr Impfdosen, die über den Großhandel zunächst an die Apotheken und dann an die Praxen gegangen sind - und in der anderen weniger. „Alle Beteiligten sind bemüht, eventuelle Abweichungen mit den kommenden Lieferungen auszugleichen“, so eine Ministeriumssprecherin.
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