Zudem sollen in der Stadt wieder an mehr Orten Masken getragen werden, teilte das Büro des Oberbürgermeisters am Mittwochabend mit. Entsprechende Allgemeinverfügungen sollen bald veröffentlicht werden. Zum Speichern der Testergebnisse und zur Kontaktverfolgung soll die Luca-App verwendet werden. Sie soll in einigen Tagen für die Potsdamer verfügbar sein, hieß es.

Inzidenz in Potsdam bei 65,4

Derzeit liegt der sogenannte Inzidenzwert in Potsdam nach Angaben der Stadt bei 65,4, die Corona-Ampel der Stadt steht damit auf Gelb. Liegt die Inzidenz an drei aufeinander folgenden Tagen bei über 100 Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in einer Woche, greift die von Bund und Ländern vereinbarte „Notbremse“. Dann gelten ab dem zweiten darauffolgenden Werktag wieder die Regeln, die bis zum 7. März in Kraft waren.

Kita-Notbetreuung ab Inzidenz von 200

In Potsdam dürfte sich dann wieder nur noch ein Haushalt mit einem weiteren Menschen treffen; zudem müssten die Geschäfte wieder geschlossen worden. Die „Notbremse“ gilt den Angaben zufolge aber nicht für Kitas und Schulen. In Potsdam ist vorgesehen, dass die Kitas ab einer Inzidenz von 200 wieder in die Notbetreuung wechseln. Komme es in einer Kita oder Schule zu vielen Fällen, solle die betroffene Einrichtung geschlossen werden.
Potsdam nutzt in der Pandemie ein Ampelsystem. Ein Stab bewertet dafür wöchentlich die Lage angesichts der lokalen Inzidenz, der Inzidenzwerte der benachbarten Landkreise, der Verfügbarkeit von Intensivbetten sowie der Bettenkapazität im Klinikverbund und der Intensivbetten im Land. Steht die Ampel auf Grün, ist eine medizinische Maske zu tragen, wenn der Abstand von 1,50 Metern nicht eingehalten werden kann. Bei einer Inzidenz von 50 bis 100 - wenn also die Ampel wie aktuell auf Gelb steht - soll an verschiedenen öffentlichen Orten in Potsdam eine medizinische Maske getragen werden.
Auch künftig sollen Potsdamer zwei Antigen-Schnelltests pro Woche kostenlos durchführen können, hieß es. Den ersten zahle der Bund, den zweiten die Stadt.
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