Bund und Länder hatten vereinbart: Steigen die Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner in einer Woche an drei aufeinander folgenden Tagen in dem Land oder der Region auf über 100, treten ab dem zweiten darauffolgenden Werktag die Regeln, die bis zum 7. März gegolten haben, wieder in Kraft. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) verteidigt die Regelungen in Brandenburg. So sehen sie aus:

Die landesweite Corona-Notbremse

In der Corona-Verordnung steht nicht explizit, dass ab einem Wert von über 100 neuen Infektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche praktisch automatisch Lockerungen wieder ausgesetzt werden. Wenn sich die Sieben-Tage-Inzidenz landesweit beharrlich der 100 nähert, wird die Landesregierung nach eigenen Angaben über konkrete Schritte für die Zeit ab dem Überschreiten der 100 an drei aufeinanderfolgenden Tagen entscheiden. Sie begründet das damit, dass harte Grundrechtseinschränkungen durch einen erneuten harten Lockdown nicht automatisch eintreten sollen.

Die regionale Corona-Notbremse

Die Kreise und kreisfreien Städte sollen insbesondere bei einer Sieben-Tage-Inzidenz über 100 zusätzliche Schutzmaßnahmen ergreifen, die über die jetzigen hinausgehen. Dies ist in der Verordnung nicht näher erläutert. Die Landesregierung nennt als Beispiele verschärfte Kontrollen und die Verhängung von Bußgeld.
Ab einem Inzidenzwert von 200 an mindestens drei aufeinanderfolgenden Tagen müssen die Kreise laut Verordnung die jüngsten Lockerungen vom 8. März zurückdrehen: die Regeln für private Treffen, die Öffnung von weiterführenden Schulen, weiteren Einzelhandelsgeschäften, Blumenläden, Bau- und Gartenmärkten, Museen und Gedenkstätten.
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