Eine Woche nach den Grundschulen können in Brandenburg auch die Friseure, Gartenmärkte und Blumenläden nach dem Corona-Lockdown unter Auflagen wieder öffnen. Baumärkte bleiben grundsätzlich für nicht-gewerbliche Kunden geschlossen, könnten ihre Gartenprodukte aber allen Kunden anbieten. In den Gartenfachmärkten und Floristikgeschäften müssen die Verkaufsflächen allerdings überwiegend unter freiem Himmel liegen. Die Angebote in geschlossenen Räumen müssen weniger als 50 Prozent der Gesamtverkaufsfläche betragen.
Die Kunden sind verpflichtet, eine medizinische Maske zu tragen, und auch beim Personal ist eine Mund-Nasen-Bedeckung vorgeschrieben. Dies gilt auch für die Friseursalons. Dort müssen die Friseure zudem die Daten der Kunden erfassen, damit Kontakte nachverfolgt werden können.

Großer Andrang bei Friseuren

Die Friseur-Innung Berlin rechnet mit großem Andrang, die meisten Läden sind demnach zu Wochenbeginn ausgebucht. Nach der wochenlangen Schließung müssen sich die Kunden auf etwas höhere Preise einstellen. Wegen der Abstands- und Hygienevorschriften können die Betriebe nur 50 bis 70 Prozent der üblichen Kundenzahl empfangen.
Die Entscheidung, die Frisiersalons zu öffnen, hatte auch zu Kritik geführt. Kosmetikbetriebe etwa beklagten eine Ungleichbehandlung. Immer wieder hatte es in den letzten Wochen auch die Forderung gegeben, bei Öffnungen Schulen und Kitas Vorrang einzuräumen. Die meisten Kinder ab der vierten Klasse müssen in Berlin aber noch zu Hause lernen.
Die Stadt Potsdam bietet für ihre Bürger ab Montag kostenlose Schnelltests an. Für zunächst zwei Wochen könnten sich die Potsdamer in mindestens acht Apotheken und vier Testzentren auf das Coronavirus testen lassen, teilte die Stadtverwaltung mit. Damit reagiere die Stadt auf die Verschiebung der von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ursprünglich für Montag angekündigten Einführung von kostenlosen Schnelltests.
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