Nach Inkrafttreten schärferer Corona-Maßnahmen in den Landkreisen Oberspreewald-Lausitz und Spree-Neiße kontrollieren Ordnungsämter mit Hilfe der Polizei die Einhaltung der Bestimmungen. „Wir sind da flächendeckend im Landkreis unterwegs“, sagte Sarah Werner, Pressesprecherin des Kreises Oberspreewald-Lausitz, am Montag. Noch gebe es keine Rückmeldungen über Verstöße.

Wechselunterricht an Schulen sowie Maskenpflicht

Seit Montag gilt ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen. So sind auch Glühwein-Stände und Außer-Haus-Verkäufe untersagt. Zudem muss in Grundschulen Mund-Nasen-Bedeckungen getragen werden. An weiterführenden Schulen gibt es Wechselunterricht. Das Schulamt trage die Maßnahme voll und ganz mit, sagte Werner. Die Schulen hätten mit dem Wechselunterricht bereits Erfahrung gesammelt.
Nach den neuen Regeln dürfen im Landkreis zudem Patienten in stationären Pflegeeinrichtungen höchstens einen Besucher täglich für maximal eine Stunde empfangen. Bestattungen dürfen nur im engsten Familienkreis stattfinden.

Beide Landkreise haben die höchsten Corona-Zahlen

Bereits seit Samstag gilt im Landkreis Spree-Neiße ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen, auch der Verkauf von Glühwein ist verboten. „Das Ordnungsamt ist unterwegs und kontrolliert“, teilte eine Sprecherin mit. Seit Montag gilt zudem die Mund-Nasen-Masken-Pflicht ab der fünften Klasse an Schulen. Meldungen über Verstöße oder zur Situation im Schulbetrieb lägen dem Landkreis noch nicht vor.
Beide Landkreise im Süden Brandenburgs haben die höchsten Sieben-Tage-Inzidenzwerte in Brandenburg - der Wert gibt die Zahl der neuen Ansteckungen innerhalb von sieben Tagen auf 100 000 Einwohner an. Oberspreewald-Lausitz liegt demnach aktuell bei 351,1 und Spree-Neiße bei 255,9. Im Durchschnitt sind es im ganzen Land 149 Ansteckungen binnen einer Woche je 100 000 Einwohner.
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